Normale Anatomie des Abdomens und des Beckens auf der Grundlage von CT-Aufnahmen - weiblich

Normale Anatomie des Abdomens und des Beckens auf der Grundlage von CT-Aufnahmen - weiblich

Normale Anatomie des Abdomens und des Beckens auf der Grundlage von CT-Aufnahmen - weiblich


Einführung

Die primären Indikationen für die Computertomografie (CT) des Abdomens und des Beckens bei Frauen umfassen Verletzungen, akute Beckenschmerzen (z. B., Appendizitis, Divertikulitis, Ovarialtorsion), gynäkologische Malignome (z. B. Stadienbestimmung von Krebserkrankungen, Beurteilung eines Tumorrezidivs), entzündliche Beckenerkrankungen und postmenopausale Beckenschmerzen (z. B. Ovarialzysten, Anhäufungen, Uterusmyome mit Torsion oder Nekrose).
Die CT ist aufgrund ihrer Fähigkeit der schnellen, nicht-invasiven und umfassenden Beurteilung insbesondere bei Notfalluntersuchungen nützlich, denn sie ermöglicht eine detaillierte Bewertung der Strukturen des Abdomens und des Beckens. Dies umfasst die Fortpflanzungsorgane, insbesondere in Fällen nicht-spezifischer klinischer Präsentationen oder bei nicht ausreichend aussagekräftigen Ultraschall-Untersuchungen (US).
Der Zweck dieser Studie ist die Darstellung der normalen Anatomie des weiblichen Abdomens und des Beckens auf der Grundlage von CT-Aufnahmenfür eine höhere Präzision der Auswertung. Zusätzlich wurde als Teil dieses Moduls eine interaktive Kartografie der Lebersegmentierung und der gastrischen Lymphknotenstationen entwickelt.
 

Materialien und Methoden

Die CT-Aufnahme des Abdomens und des Beckens wurde bei einer gesunden Patientin im Alter von 43 Jahren mit jodhaltigen Kontrastmitteln und unter Verwendung eines Philips-CT-Scanners durchgeführt.

  • Dicke der Schichtbilder: 1 mm
  • Abstand der Schichtbilder: 0.5 mm

Die koronaren und sagittalen multiplanaren Rekonstruktionen (MPR) und mittels 3D-Volumen-Rendering erstellten Aufnahmen wurden auf der Grundlage desselben CT-DICOM-Datensatzes erstellt. Diese Rekonstruktionen wurden von Antoine Micheau, MD (Radiologe, Montpellier, Frankreich) an einem ADW-Terminal von GE angefertigt.


Während des Kennzeichnungsprozesses kam es zu folgenden Feststellungen, und dementsprechend wurden folgende Entscheidungen getroffen:

  1. Der rechte Eierstock weist eine 40 mm große follikuläre Zyste auf (einfache Follikel sind in der Regel kleiner, meist mit einem Durchmesser von unter 3 cm, während Ovarialzysten größer sein können. Follikuläre Zysten, eine Art funktionale Zyste, reichen in ihrer Größe von 0,5 cm bis zu über 8 cm).
  2. Es wurde eine kleine Hiatushernie identifiziert.
  3. Der Blinddarm war nicht sichtbar; für didaktische Zwecke wurde ein kleiner „falscher Blinddarm“ zu den Aufnahmen hinzugefügt.
  4. Auch wenn der Pankreasgang nicht sichtbar war, wurde er entlang seines wahrscheinlichsten Verlaufs gekennzeichnet.
  5. Peritoneale Vertiefungen wurden für Referenzzwecke gekennzeichnet, wenngleich sie ohne einen Peritonealerguss nicht klar erkennbar sind.
  6. Die Nabelvene, die bei Erwachsenen verschlossen ist, wurde für didaktische Zwecke neben dem Ligamentum venosum an derselben Stelle gekennzeichnet.
  7. Leichte nicht-spezifische degenerative Veränderungen wurden in der Schambeinfuge (Symphysis pubica) vermerkt.

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  • Terminologia anatomica: international anatomical terminology By the Federative Committee on Anatomical Terminology (FCAT).  Stuttgart:  Georg Thieme Verlag.  ISBN-10: 3-13-114361-4. ISBN-13: 978-3-13-114361-7
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