Autonomes Nervensystem

Divisio autonomica systematis nervosi peripherici

  • Lateinisches Synonym: Systema nervosum autonomicum
  • Verwandte Bezeichnungen: Autonomer Teil; Autonomes Nervensystem; Autonomes Teil des peripheren Nervensystems

Definition

Antoine Micheau

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Das Autonome Nervensystem ist ein komplexes Netzwerk, das für die Regulation unwillkürlicher physiologischer Funktionen verantwortlich ist. Es wird in drei Hauptkomponenten unterteilt: das sympathische Nervensystem, das parasympathische Nervensystem und das enterische Nervensystem.

1. Sympathisches Nervensystem: Diese Komponente wird häufig mit der „Kampf-oder-Flucht"-Reaktion assoziiert. Sie hat ihren Ursprung in der thorakolumbalen Region des Rückenmarks und ist durch kurze präganglionäre und lange postganglionäre Fasern gekennzeichnet. Die sympathische Kette, auch Truncus sympathicus genannt, verläuft parallel zur Wirbelsäule, und ihre Ganglien sind über Verbindungsäste mit den Rückenmarksnerven verbunden.

2. Parasympathisches Nervensystem: Dieses System ist an den „Ruhe-und-Verdauungs"-Aktivitäten beteiligt. Es hat seinen Ursprung im Hirnstamm und im sakralen Rückenmark, mit langen präganglionären und kurzen postganglionären Fasern. Der Nervus vagus ist eine wesentliche Komponente und vermittelt eine ausgedehnte parasympathische Innervation der thorakalen und abdominalen Organe.

3. Enterisches Nervensystem: Oft als „zweites Gehirn" bezeichnet, ist es in die Wand des Verdauungstrakts eingebettet und kann unabhängig vom Zentralen Nervensystem funktionieren. Es reguliert die Verdauungsprozesse über ein komplexes Netzwerk von Neuronen.

Das Autonome Nervensystem ist über das zentrale autonome Netzwerk in das Zentrale Nervensystem integriert, welches kortikale und subkortikale Strukturen umfasst, wie etwa die Inselrinde und den Hypothalamus.

Referenzen