Großes Hinterhauptsloch
Foramen magnum
- Lateinisches Synonym: Foramen occipitale magnum
Definition
Das Große Hinterhauptsloch ist die größte Öffnung in der Basis des Schädels, die im Hinterhauptsbein liegt und sich innerhalb der hinteren Schädelgrube befindet. Es wird hinten von der Squama des Hinterhauptsbeins, seitlich von den lateralen Kondylenteilen desselben Knochens und vorne vom Basilarteil des Hinterhauptsbeins umgeben. Sein vorderer Abschnitt ist eng, da er von den Innenflächen der Okzipitalkondylen überlagert wird.
Die Ränder des Großen Hinterhauptslochs dienen als Ansatzpunkte für mehrere Bänder an der Schädelbasis. So sind beispielsweise sein vorderer und hinterer Rand jeweils an der Membrana atlantooccipitalis anterior und posterior befestigt, während die Ligg. alaria an den Innenseiten der Okzipitalkondylen ansetzen.
Das Große Hinterhauptsloch ermöglicht den Durchtritt der Medulla oblongata und ihrer schützenden Meningealhüllen, einschließlich der Harten Rückenmarkshaut, der Spinnwebhaut und der Weichen Haut. Es ermöglicht außerdem den Durchtritt verschiedener Arterien, wie der vorderen und hinteren Rückenmarkarterien sowie der Vertebralarterien, von Nerven wie den Nn. accessorii und des sympathischen Plexus um die Vertebralarterien.
Darüber hinaus verlaufen mehrere Bänder durch den engen vorderen Abschnitt des Großen Hinterhauptslochs und verbinden sich mit dem unteren Abschnitt des Basilarteils des Hinterhauptsbeins. Dazu gehören das Lig. apicis dentis, das obere vertikale Band des Lig. cruciforme atlantis sowie die Deckmembran.
Referenzen
Drake, R.L., Vogl, A.W. and Mitchell, A.W.M. (2009). ‘Chapter 8: Head and Neck’ in Gray’s anatomy for Students. (2nd ed.) Philadelphia PA 19103-2899: Elsevier, pp.820-821 & 827.
Lipsett BJ, Alsayouri K. Anatomy, Head and Neck, Skull Foramen. [Updated 2023 Apr 3]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2024 Jan-. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK546621/