Halbmondfalte der Bindehaut

Plica semilunaris conjunctivae

  • Verwandte Bezeichnungen: Halbmondfalte

Definition

Antoine Micheau & Muhammad A. Javaid

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Die Halbmondfalte der Bindehaut ist eine halbmondförmige Falte der Augenbindehaut, die sich am medialen Augenwinkel des Auges, lateral der Caruncula lacrimalis, befindet. Sie stellt eine rudimentäre, vestigiale Form der Nickhaut (drittes Augenlid) dar, die bei vielen niederen Wirbeltieren vorkommt.

Histologie

Histologisch ist die Halbmondfalte der Bindehaut von einem nicht verhornten mehrschichtigen Zylinderepithel ausgekleidet, das Becherzellen enthält. Unterhalb des Epithels liegt eine lockere, gefäßreiche Bindegewebsschicht, die reich an elastischen Fasern, lymphatischem Gewebe und Immunzellen ist.

Funktionen

Funktionell ermöglicht die Halbmondfalte eine größere Beweglichkeit des Augapfels, indem sie die Bewegung der Augenbindehaut bei der Okulomotorik aufnimmt. Sie trägt außerdem zur Verteilung des Tränenfilms und zum Schutz der Augenoberfläche bei.

Referenzen

  • Standring, S. (Ed.). (2015). Eye (Chapter 42). In Gray's anatomy: The anatomical basis of clinical practice (41st ed., pp. ). Churchill Livingstone.

  • Shumway CL, Motlagh M, Wade M. Anatomy, Head and Neck, Eye Conjunctiva. [Updated 2023 Aug 28]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2026 Jan. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK519502/

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