Hüftloch
Foramen obturatum
- Lateinisches Synonym: Foramen obturatorium
Definition
Das Hüftloch, eine große Öffnung im Becken- oder Hüftbein, liegt unmittelbar unterhalb der Hüftpfanne. Es wird anterior vom Schambein und posterior vom kräftigen Sitzbein begrenzt. Der Sitzbein-Schambein-Ast bildet seinen unteren Rand, während der Ramus superior des Schambeins und der Corpus des Sitzbeins seinen oberen Rand bilden.
Die Ränder des Hüftlochs werden, mit Ausnahme der Hüftbeinlochfurche, von der Hüftlochmembran bedeckt. Die Furche befindet sich an der Unterseite des Ramus superior des Schambeins und bildet einen Teil des oberen Randes des Hüftlochs. Das Fehlen der Hüftlochmembran im Bereich der Hüftbeinlochfurche schafft einen Durchgang, der als Hüftlochkanal bezeichnet wird. Dieser Kanal ermöglicht den Durchtritt der Hüftlochgefäße und -nerven aus der Beckenregion in das mediale Kompartiment bzw. Adduktorenkompartiment des Oberschenkels.
Die innere und äußere Fläche der unteren Beckenwand werden zusätzlich vom Inneren Hüftlochmuskel sowie vom Musculus obturatorius externus bedeckt, die das Hüftloch und die Hüftlochmembran überlagern.
Referenzen
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Wobser, A.M., Adkins, Z. and Wobser, R.W. Anatomy, Abdomen and Pelvis: Bones (Ilium, Ischium, and Pubis) [Updated 2022 Jul 25]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2023 Jan-. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK519524/