Lendenwirbel

Vertebrae lumbales

  • Lateinisches Synonym: Vertebrae lumbales I-V; Vertebrae L1-L5
  • Verwandte Bezeichnungen: Lendenwirbel [LI - LV]

Definition

IMAIOS

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Die Lendenwirbel sind die größten Segmente des beweglichen Teils der Wirbelsäule und lassen sich durch das Fehlen eines Foramens im Rippenfortsatz, das Fehlen eines Querfortsatzes (der durch den Rippenfortsatz ersetzt wird) sowie durch das Fehlen von Gelenkflächen an den Seiten des Wirbelkörpers unterscheiden.

Der Wirbelkörper ist groß, von Seite zu Seite breiter als von vorn nach hinten und vorn etwas dicker als hinten. Er ist oben und unten abgeflacht oder leicht konkav, hinten konkav sowie vorn und seitlich tief eingeschnürt.

Die Pedikel sind sehr kräftig und verlaufen von der Oberkante des Wirbelkörpers nach hinten; dementsprechend sind die unteren Wirbelausschnitte beträchtlich tief.

Die Laminae sind breit, kurz und kräftig; das Wirbelloch ist dreieckig, größer als in der Brustwirbelsäule, aber kleiner als in der Halswirbelsäule.

Der Dornfortsatz ist dick, breit und annähernd viereckig; er ragt nach hinten und endet in einem rauen, unebenen Rand, der unten am dicksten ist, wo er gelegentlich eine Einkerbung aufweist.

Die oberen und unteren Gelenkfortsätze sind gut ausgeprägt und ragen von den Verbindungsstellen der Pedikel und Laminae jeweils nach oben bzw. nach unten vor. Die Gelenkflächen der oberen Gelenkfortsätze sind konkav und nach hinten sowie medialwärts gerichtet; jene der unteren sind konvex und nach vorn sowie lateralwärts gerichtet. Die oberen Gelenkfortsätze stehen weiter auseinander als die unteren, da in der artikulierten Wirbelsäule die unteren Gelenkfortsätze von den oberen Gelenkfortsätzen des jeweils darunter liegenden Wirbels umfasst werden.

Die Querfortsätze werden als Rippenfortsätze bezeichnet: Sie sind lang, schlank und horizontal an den drei oberen Lendenwirbelkörpern; an den zwei unteren neigen sie sich leicht nach oben. An den drei oberen Wirbeln entspringen sie an den Verbindungsstellen der Pedikel und Laminae, während sie an den zwei unteren weiter vorn ansetzen und von den Pedikeln sowie den hinteren Anteilen der Wirbelkörper ausgehen. Sie liegen vor den Gelenkfortsätzen und nicht hinter ihnen wie bei den Brustwirbeln und sind homolog zu den Rippen. Von den drei Höckern, die im Zusammenhang mit den Querfortsätzen der unteren Brustwirbel beschrieben werden, ist der obere in der Lendengegend mit dem hinteren Anteil des oberen Gelenkfortsatzes verbunden und wird als Zitzenfortsatz bezeichnet; der untere befindet sich am hinteren Anteil der Basis des Rippenfortsatzes und wird als Nebenfortsatz bezeichnet.

Der fünfte Lendenwirbel ist dadurch gekennzeichnet, dass sein Wirbelkörper vorn wesentlich höher ist als hinten, was der Prominenz der Sakralwirbel-Artikulation entspricht; ferner durch die geringere Größe seines Dornfortsatzes, durch den weiten Abstand zwischen den unteren Gelenkfortsätzen sowie durch die Stärke seiner Rippenfortsätze, die sowohl vom Wirbelkörper als auch von den Pedikeln ausgehen.

Referenzen

This definition incorporates text from a public domain edition of Gray's Anatomy (20th U.S. edition of Gray's Anatomy of the Human Body, published in 1918 – from http://www.bartleby.com/107/).

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