Membranöser Knochen

Os membranaceum

  • Verwandte Bezeichnungen: Häutiger Abschnitt

Definition

Antoine Micheau

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Ein membranöser Knochen (Membranknochen) bezeichnet einen Knochen, der durch intramembranöse Ossifikation gebildet wird – ein direkter Knochenbildungsprozess ohne knorpeligen Zwischenschritt, der vorwiegend bei Flachknochen wie denen des Schädels und des Schlüsselbeins zu beobachten ist.

Er darf nicht mit dem häutigen Abschnitt des Knochens verwechselt werden, der der äußeren Knochenhaut entspricht.

Der membranöse Knochen entsteht durch einen Prozess, der als intramembranöse Ossifikation bezeichnet wird. Im Gegensatz zur enchondralen Ossifikation, die einen knorpeligen Vorläufer erfordert, findet die intramembranöse Ossifikation direkt innerhalb eines mesenchymalen Gewebes statt, ohne eine knorpelige Phase zu durchlaufen. Während der intramembranösen Ossifikation differenzieren sich mesenchymale Zellen direkt zu Osteoblasten, die anschließend beginnen, Osteoid zu sezernieren. Das Osteoid mineralisiert sich daraufhin zu Knochen.

Referenzen

1.Induction and Patterning of Intramembranous Bone.Franz-Odendaal TA.Frontiers in Bioscience (Landmark Edition). 2011;16(7):2734-46. doi:10.2741/3882.

2.An Investigation of Cellular Dynamics During the Development of Intramembranous Bones: The Scleral Ossicles.Jabalee J, Hillier S, Franz-Odendaal TA.Journal of Anatomy. 2013;223(4):311-20. doi:10.1111/joa.12095.

3.Bone Development.Berendsen AD, Olsen BR.Bone. 2015;80:14-18. doi:10.1016/j.bone.2015.04.035.