Nasenrachen
Pars nasalis pharyngis
Definition
Der Nasenabschnitt des Rachens (pars nasalis pharyngis; Nasenrachen) liegt hinter der Nase und oberhalb des Niveaus des weichen Gaumens: Er unterscheidet sich vom oralen und laryngealen Abschnitt des Rachens dadurch, dass sein Lumen stets offen bleibt.
Nach vorne kommuniziert er durch die Choanen mit den Nasenhöhlen.
An seiner Seitenwand befindet sich das pharyngeale Ostium der Ohrtrompete, das annähernd dreieckig geformt und hinten von einer festen Prominenz begrenzt wird – dem Torus oder Wulst –, der durch das mediale Ende des Knorpels der Ohrtrompete hervorgerufen wird, welches die Schleimhaut anhebt. Eine vertikale Falte der Schleimhaut, die Plica salpingopharyngea, zieht vom unteren Teil des Torus herab; sie enthält den Tuben-Rachen-Muskel. Eine zweite, kleinere Falte, die Plica salpingopalatina, zieht vom oberen Teil des Torus zum Gaumen. Hinter dem Ostium der Ohrtrompete liegt eine tiefe Bucht, die Rachenbucht (Fossa Rosenmülleri).
An der Hinterwand befindet sich eine Prominenz – besonders ausgeprägt im Kindesalter –, die durch eine Ansammlung lymphatischen Gewebes hervorgerufen wird und als Rachenmandel bekannt ist. Oberhalb der Rachenmandel erstreckt sich in der Mittellinie gelegentlich eine unregelmäßige, kolbenförmige Vertiefung der Schleimhaut bis zum Basilärknochenfortsatz des Hinterhauptsbeins; sie wird als Bursa pharyngea bezeichnet.
Referenzen