Präposituskern
Nucleus prepositus
- Latin synonyms: Nucleus praepositus
- Eponyms: Marburg
Definition
Der Präposituskern geht in seinem kaudalen Abschnitt nahezu fließend in den Nucleus intercalatus über und erstreckt sich rostral bis zu einer diffusen Grenze nahe dem kaudalen Ende des Abduzenskerns. Er zeigt eine erhebliche Variabilität in seiner zellulären Zusammensetzung entlang der rostrokaudalen Achse. In seinem kaudalen Drittel weist der Kern ventral eine Häufung großer multipolarer Zellen auf, während sein Rückenabschnitt überwiegend kleinere Zellen enthält. In weiter rostral gelegenen Bereichen dominieren mittelgroße spindelförmige und piriformige Zellen bei gleichzeitig abnehmender Zelldichte. Große multipolare Zellen fehlen rostral nahezu vollständig, wo der Kern dorsomedial verschmälert und mit angrenzenden Strukturen verschmilzt, darunter der Mediale Vestibularkern und das Mediale Längsbündel.
Die Perihypoglossalen Kerne sind in ihrer Gesamtheit an der Blickstabilisierung, der räumlichen Orientierung und der Kopf-Hals-Koordination beteiligt.
Referenzen
Yamaguchi, K. and Yazawa, T., 2022. Development of the human perihypoglossal nuclei from mid-gestation to the perinatal period: A morphological study. Neuroscience Letters, 782, p.136696. Available at: https://doi.org/10.1016/j.neulet.2022.136696 [Accessed 23 Dec. 2024].
BRODAL A. Experimental demonstration of cerebellar connexions from the perihypoglossal nuclei (nucleus intercalatus, nucleus praepositus hypoglossal and nucleus of roller) in the cat. J Anat. 1952 Apr;86(2):110-29.