Rechte obere Lungenvene
Vena pulmonalis dextra superior
Definition
Die rechte obere Lungenvene ist eine der vier großen Lungenvenen, die sauerstoffreiches Blut vom rechten Oberlappen der Lunge zum linken Vorhof des Herzens transportiert. Sie liegt unmittelbar benachbart zur oberen Hohlvene.
Bei der typischen Vier-Venen-Konfiguration (bei etwa 70–82 % der Individuen vorhanden) drainiert die rechte obere Lungenvene den rechten Oberlappen sowie den Mittellappen und mündet in den Ramus posterolateralis (RPL) des linken Vorhofs mit verschiedenen Ästen:
Seitliche Vene der rechten Lunge und Mediale Vene der rechten Lunge, die direkt in die rechte obere Lungenvene oder häufig in eine Mittellappenvene der rechten Lunge drainieren
Der mittlere Ostialdurchmesser beträgt etwa 14,3–17,6 mm, und der mittlere Abstand vom Ostium zur ersten Bifurkation beträgt etwa 11,8–14,5 mm.
Die rechte obere Lungenvene erhält in etwa 83,5 % der Fälle den Abfluss aus dem Mittellappen; bei 11 % der Individuen drainiert der Mittellappen jedoch direkt über ein separates Ostium in den linken Vorhof.
Anatomische Varianten sind verhältnismäßig häufig. Bei etwa 18–30 % der Individuen liegt eine Variante der Lungenvenenanatomie vor. Die häufigste Variante ist das Vorhandensein einer zusätzlichen mittleren rechten Lungenvene (in etwa 19–20 % der Fälle), die, wenn vorhanden, mit einem Ostialdurchmesser von etwa 8,2 mm den kleinsten Durchmesser aufweist. Weitere Varianten umfassen einen gemeinsamen rechten Lungenvenenstamm, bei dem die obere und die untere Vene ein gemeinsames Ostium teilen, sowie die „rechte obere Lungenvene" – ein anomaler Ast, der hinter dem Zwischenbronchus verlaufen und entweder direkt in den linken Vorhof oder in die rechte obere Lungenvene drainieren kann.
Referenzen