Spinnwebenhaut
Arachnoidea
- Lateinisches Synonym: Arachnoidea mater
- Verwandte Bezeichnungen: Spinnwebhaut
Definition
Die Spinnwebenhaut ist die zweite Schicht der Hirnhäute, die der Harten Haut innen anliegt. Sie umhüllt das Gehirn und das Rückenmark und bildet eine zarte und transparente Membran. Im Gegensatz zur Harten Haut folgt die Spinnwebenhaut nicht den Konturen der Hirnfurchen, außer an bestimmten Stellen, an denen die Harte Haut Septen bildet, wie die Großhirnsichel, die Kleinhirnsichel und das Kleinhirnzelt.
Die Innenfläche der Spinnwebenhaut ist mit der Weichen Haut, der innersten Gefäßschicht, verbunden. Der Raum unterhalb der Spinnwebenhaut wird als Subarachnoidalraum bezeichnet. Fibröse Septen innerhalb dieses Raums verbinden die äußere Spinnwebenhaut mit der inneren Weichen Haut.
Es ist wichtig zu erkennen, dass der Subarachnoidalraum, der zwischen der Spinnwebenhaut und der Weichen Haut liegt, Liquor cerebrospinalis (CSF) und die Blutgefäße des Gehirns enthält, einschließlich des Circulus arteriosus cerebri (Willis). An bestimmten Stellen ist die Spinnwebenhaut weit von der darunterliegenden Weichen Haut getrennt, wodurch erweiterte Subarachnoidalräume entstehen, die als Zisternen bezeichnet werden.
An bestimmten Punkten entlang des Oberen Pfeilblutleiters durchdringt die Spinnwebenhaut die innere Schicht der Harten Haut und bildet so Öffnungen in den venösen Sinus. Diese Ausläufer der Spinnwebenhaut in die duralen Venensinus werden als Arachnoidalzotten oder Arachnoidalgranulationes bezeichnet. Jede Arachnoidalzotte wirkt als Einwegklappe, die den Liquor cerebrospinalis aus dem Subarachnoidalraum in den duralen Venensinus fließen lässt, jedoch nicht in umgekehrter Richtung.
Referenzen
Snell, R.S. (2010). ‘Chapter 15: The meninges of the brain and spinal cord’, in Clinical Neuroanatomy. (7th ed.) Philadelphia: Wolters Kluwer Health/Lippincott Williams & Wilkins, pp. 435.