Subsuperiore Segmentarterie der rechten Lunge

Arteria segmentalis subsuperior pulmonis dextri

  • Lateinisches Synonym: Ramus subapicalis: Ramus subsuperior

Definition

Antoine Micheau

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Die subsuperior Segmentarterie des rechten Lungenflügels (A*) ist der Lungenarterienast, der das subsuperior Segment (S*), versorgt – ein atypisches (variables) Lungensegment, das im Unterlappen des rechten Lungenflügels liegt, zwischen dem oberen Segment (S6) und den Basalsegmenten (S7–S10).

Das subsuperior Segment gehört nicht zu den standardmäßigen 10 bronchopulmonalen Segmenten, die in der klassischen Lungenanatomie beschrieben werden. Vielmehr handelt es sich um ein variables Segment, das entsteht, wenn ein zusätzlicher Bronchus – der subsuperior Bronchus (B*) – vom Unterlappenbronchus zwischen dem oberen Segmentbronchus (B6) und den basalen Segmentbronchien abzweigt. Die subsuperior Segmentarterie (A*) ist der entsprechende Lungenarterienast, der B* begleitet und dieses variable Segment arteriell mit Blut versorgt.

Wesentliche anatomische Merkmale

  • Prävalenz: Eine multizentrische Studie mit 2.194 CT-Aufnahmen und dreidimensionaler Rekonstruktion ergab, dass das subsuperior Segment bei etwa 32 % der Individuen vorkommt, mit einer geringfügig höheren Prävalenz auf der rechten Seite (18,8 %) als auf der linken (15,8 %).

  • Arterielle Versorgung: In den meisten Fällen (etwa 89 %) wird das subsuperior Segment von einer einzelnen Lungenarterie (A*) versorgt, wenngleich in etwa 10,7 % der Fälle zwei Arterien das Segment versorgen.

  • Bronchiale Anatomie: Pro Seite ist in der Regel nur ein subsuperior Bronchus (B*) vorhanden, mit einem mittleren Durchmesser von etwa 2,5 mm.

  • Lage: Das subsuperior Segment nimmt eine Position dorsal und inferior von S6 ein, eingelagert zwischen dem oberen Segment und der Basalpyramide des Unterlappens. Es wurde beobachtet, dass der mediale Basalbronchus (B7) in einigen Fällen einen gemeinsamen Stamm mit B* bildet.

  • Intersegmentale Venen: Eine intersegmentale Vene stellt die häufigste Konfiguration auf beiden Seiten dar; das Fehlen einer eindeutigen intersegmentalen Vene zwischen S* und den Basalsegmenten wurde jedoch in einem erheblichen Anteil der Fälle berichtet (bis zu ca. 60 % der B*-Fälle auf der linken Seite).

Chirurgische Relevanz

Die Erkennung des subsuperior Segments und seiner Arterie gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die anatomische Segmentektomie bei Lungenkarzinom im Frühstadium immer häufiger eingesetzt wird. Die thorakoskopische subsuperior Segmentektomie wurde als durchführbares Verfahren beschrieben. Präoperative dreidimensionale CT-Bronchographie und -Angiographie (3D-CTBA) wird empfohlen, um diese variable Anatomie zu identifizieren und sichere Segmentresektionen zu planen, da das Übersehen von A* zu unbeabsichtigten Gefäßverletzungen oder einer unvollständigen Resektion führen kann.

Referenzen

  • Zhou D, Gao Y, Wang H, et al. Prevalence and anatomical characteristics of subsuperior segment in lung lower lobe. J Thorac Cardiovasc Surg. 2023;165(3):e95-e107. PMID: 35760620.

  • Maki R, Miyajima M, Ogura K, et al. Anatomy of the left subsuperior segment for segmentectomy. Surg Today. 2022;52(7):1095-1101. PMID: 34812942.

  • Cai P, You Y, Jin ZW, et al. Three-dimensional analysis of the segmental arrangement of lower lung lobes in human fetuses: is this arrangement a miniature version of adult morphology? J Anat. 2020;236(6):1049-1063. PMID: 32023665.

  • Mawatari T, Murakami G, Koshino T, Morishita K, Abe T. Posterior pulmonary lobe: segmental and vascular anatomy in human specimens. Clin Anat. 2000;13(4):257-262. PMID: 10873217.

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