Normaler CT-Scan der Fußwurzel und des Fußes

Normaler CT-Scan der Fußwurzel und des Fußes

Normaler CT-Scan der Fußwurzel und des Fußes


Einführung

Dieses e‑Anatomy‑Modul veranschaulicht die Anatomie der Fußwurzel und des Fußes und zeigt das normale CT‑Erscheinungsbild der Knochen, Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln.

Die Hauptindikationen für die Computertomographie (CT) des Fußwurzel und des Fußes sind die folgenden:

  1. Erkennung und Charakterisierung radiologisch okkulter oder komplexer Frakturen: Eine CT ist indiziert, wenn die radiologischen Erstaufnahmen unauffällig oder unklar sind, der klinische Verdacht auf eine Fraktur jedoch weiterhin hoch bleibt – insbesondere bei anhaltenden Schmerzen, Hochrasanztraumata oder komplexen anatomischen Regionen wie Mittelfuß, Rückfuß oder dem hinteren Malleolus. Die CT übertrifft das Röntgen in der Detektion subtiler, mehrfragmentärer und intraartikulärer Frakturen, darunter Frakturen des Talus, des Kalkaneus, Chopart‑Frakturen sowie posteriorer Pilon‑Varianten. 
  2. Beurteilung des Frakturausmaßes und präoperative Planung: Die CT liefert detaillierte multiplanare Bildgebung für die chirurgische Planung bei komplexen Frakturen und Luxationen, einschließlich der Beurteilung von Achsabweichungen, Syndesmosenverletzungen und transsyndesmotischen Fußwurzelsfraktur‑Luxationen
  3. Evaluierung chronischer Knochenerkrankungen: Die CT eignet sich zur Diagnostik und Charakterisierung chronischer Pathologien wie Pseudarthrosen, osteochondralen Läsionen, schmerzhaften akzessorischen Ossikeln, Stressfrakturen der Sesambeine sowie der Freiberg‑Infraction, wenn die radiologischen Erstaufnahmen unklar sind.
  4. Beurteilung eines Verdachts auf Osteomyelitis und Weichteilinfektionen beim diabetischen Fuß: Eine CT ist zur Beurteilung des Ausmaßes der knöchernen Destruktion, von Sequestern und der Weichteilbeteiligung indiziert, insbesondere bei unklaren Röntgenaufnahmen oder zur Therapieplanung. Eine CT mit intravenösem Kontrastmittel wird zur Beurteilung von Weichteilinfektionen und Flüssigkeitsansammlungen bevorzugt; die MRT weist jedoch eine höhere Sensitivität für die frühe Osteomyelitis auf.
     

 

Material und Methoden

Diese CT der Fußwurzel und des Fußes wurde bei einem gesunden männlichen Patienten im Alter von 24 Jahren unter Verwendung eines Siemens CT-Scans erstellt.

Bei der CT von Fußwurzel und Fuß wurden vor allem die axialen, koronaren und sagittalen Ansichten verwendet. Die Akquisition erfolgt in der Regel als dünne, lückenlose Schichten, die anschließend rekonstruiert werden können, um die Visualisierung komplexer anatomischer Strukturen und pathologischer Veränderungen zu optimieren.

  • Axialebene: Dies ist die primäre Akquisitionsebene für die meisten CT‑Protokolle. Sie ist essenziell für die Evaluation der Ausrichtung der Malleolengabel, die Frakturerkennung sowie die Beurteilung der anatomischen Beziehung von distaler Tibia, Fibula und Talus. Sie ist zudem hilfreich zur Identifikation von Syndesmosenverletzungen und subtilen Frakturlinien.
  • Koronalebene: Koronare Reformate sind von besonderem Nutzen für die Evaluation der Integrität des lateralen und medialen Malleolus, des Subtalargelenks und des Ausmaßes der Gelenkbeteiligung bei Frakturen. Sie sind des Weiteren für die Evaluation der Rückfußalignment‑Parameter sowie für die operative Planung bei komplexen Verletzungsmustern von Bedeutung.
  • Sagittalebene: Sagittale Reformate sind essenziell zur Visualisierung des vorderen und hinteren Malleolus, der Talusdom‑Region und des longitudinalen Frakturverlaufs. Sie dienen zudem der Beurteilung der plantaren Strukturen sowie der Ausrichtung von Mittel‑ und Rückfuß.
  • 3D-VR-Rekonstruktionen: Dreidimensionale volumenrekonstruierte Darstellungen können multiplanare Rekonstruktionen ergänzen, um so eine umfassende Übersicht über komplexe Frakturen, kongenitale Deformitäten oder postoperative Anatomie zu ermöglichen.


Die anatomischen Strukturen wurden von Dr. Antoine Micheau (Radiologe, Montpellier – Frankreich) gemäß der Terminologia Anatomica 2.

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  • Melão L, Canella C, Weber M, Negrão P, Trudell D, Resnick D. Ligaments of the transverse tarsal joint complex: MRI-anatomic correlation in cadavers. AJR Am J Roentgenol. 2009 Sep;193(3):662-71. doi: 10.2214/AJR.08.2084. PMID: 19696279.
  • Numkarunarunrote N, Malik A, Aguiar RO, Trudell DJ, Resnick D. Retinacula of the foot and ankle: MRI with anatomic correlation in cadavers. AJR Am J Roentgenol. 2007 Apr;188(4):W348-54. doi: 10.2214/AJR.05.1066. PMID: 17377003.
  • Superior Peroneal Retinaculum - MRI Anatomy and Injuries https://www.youtube.com/watch?v=rhENrxHZIxs&list=PLnLTYt4WARjeQ_-Uo4epqqnTLhrawBW9F&index=22 by Dr Christoph Agten
  • MRI Anatomy of Lateral Ankle Ligaments https://www.youtube.com/watch?v=iwjRT6R4QMM&list=PLnLTYt4WARjeQ_-Uo4epqqnTLhrawBW9F&index=26 by Dr Christoph Agten
  • MRI Anatomy of Ankle Ligaments: Deltoid Ligament https://www.youtube.com/watch?v=R0WSeOUwX3s&list=PLnLTYt4WARjeQ_-Uo4epqqnTLhrawBW9F&index=27 by Dr Christoph Agten
  • Li SY, Hou ZD, Zhang P, Li HL, Ding ZH, Liu YJ. Ligament structures in the tarsal sinus and canal. Foot Ankle Int. 2013 Dec;34(12):1729-36. doi: 10.1177/1071100713500653. Epub 2013 Aug 2. PMID: 23913369.
  • https://radsource.us/sinus-tarsi-syndrome/
  • Terminologia anatomica: international anatomical terminology By the Federative Committee on Anatomical Terminology (FCAT).  Stuttgart:  Georg Thieme Verlag.  ISBN-10: 3-13-114361-4. ISBN-13: 978-3-13-114361-7
  • Pocket Atlas of Human Anatomy: 5th edition - W. Dauber, Founded by Heinz Feneis
  • Netter, Frank H. (2011) Atlas of human anatomy /Philadelphia, PA : Saunders/Elsevier