Augapfelmuskeln

Musculi bulbi

Definition

Felipe Barona Lopez

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Die Augapfelmuskeln sind eine Gruppe von acht quergestreiften Muskeln, die sich innerhalb der knöchernen Augenhöhle befinden und die Bewegungen des Augapfels steuern. Sie umfassen vier gerade Augenmuskeln (dorsal, ventral, medial und lateral), zwei Schrägmuskeln (dorsal und ventral), den Retraktormuskel des Augapfels sowie den Oberen Augenlidheber.

Alle diese Muskeln entspringen an der Spitze der knöchernen Augenhöhle, um den Sehnervkanal und die Augenhöhlenspalte herum, mit Ausnahme des ventralen Schrägmuskels. Von dort ziehen sie rostral in Richtung Augapfel und bilden einen Konus um diesen sowie um den Sehnerv. Sie inserieren alle an der Sklera, mit Ausnahme des Oberen Augenlидhebers, der seinen Verlauf vor dem Augapfel fortsetzt.

Die vier geraden Augenmuskeln sind bandförmige Strukturen, die sich zum Augapfel hin allmählich verbreitern. Sie inserieren mittels einer aponeurotischen Platte an der Sklera, rostral des Äquators des Augapfels. Sie umgeben den Sehnerv und den Retraktormuskel des Augapfels und werden entsprechend ihrer Lage in der knöchernen Augenhöhle unterschieden:

Gemeinsam ermöglichen die geraden Augenmuskeln Bewegungen des Augapfels entlang der vertikalen und horizontalen Achse.

Die Schrägmuskeln wirken antagonistisch, bewirken Rotationsbewegungen um die Achse des Augapfels und stabilisieren diesen zugleich. Im Gegensatz zu den geraden Augenmuskeln, die einander weitgehend ähneln, weisen die Schrägmuskeln sehr unterschiedliche Ursprünge, Insertionen und Verläufe auf.

Der Retraktormuskel des Augapfels zieht den Augapfel, unterstützt durch die gleichzeitige Kontraktion der geraden Augenmuskeln, tiefer in die knöcherne Augenhöhle zurück. Dieser Muskel teilt sich in vier Bänder auf und umgibt den Sehnerv.

Das koordinierte Zusammenwirken dieser Muskelgruppe (mit Ausnahme des Oberen Augenlидhebers) ermöglicht präzise, koordinierte Augenbewegungen.

Referenzen

Barone R, Simoens P. Anatomie comparée des mammifères domestiques, Tome 7, Neurologie II, Vigot, Paris, 2010.

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