Hinterhirn

Metencephalon

Definition

Juliette Garnodier

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Das Hinterhirn ist eine Untergliederung des Rautenhirns, das sich in die Brücke und das Kleinhirn entwickelt. Es liegt kaudal des Mesencephalons und rostral des Nachhirns und bildet den rostralen Abschnitt des Rautenhirns.

Während der Embryonalentwicklung differenziert sich das Rautenhirn in das Hinterhirn und das Nachhirn. Das Hinterhirn gibt dorsal das Kleinhirn und ventral die Brücke hervor.

Das Hinterhirn umgibt einen Teil des Vierten Ventrikels und ist mit mehreren Hirnnerven verbunden, darunter der Drillingsnerv (CN V), der Nervus abducens (CN VI), der Nervus facialis (CN VII) sowie ein Teil des Hör- und Gleichgewichtsnervs (CN VIII).

  • Die Brücke bildet den ventralen Teil des Hinterhirns und stellt ein wichtiges Schaltzentrum zwischen dem Großhirn, dem Kleinhirn und der Medulla oblongata dar. Sie enthält aufsteigende Wahrnehmungsbahnen, absteigende Bewegerbahnen, Brückenkerne sowie Querfasern der Brücke, die die Großhirnrinde mit dem Kleinhirn verbinden. Die Brücke enthält zudem Anteile der Retikulärformation sowie Kerne, die mit Hirnnerven verbunden sind.

  • Das Kleinhirn entwickelt sich dorsal aus dem Hinterhirn und ist über die Kleinhirnstiele mit dem Hirnstamm verbunden. Es besteht aus einem zentralen Kleinhirnwurm und paarigen Kleinhirnhemisphären.

Das Hinterhirn dient somit sowohl als größeres Leitungs- als auch als Integrationszentrum zwischen den höheren Hirnstrukturen, dem Kleinhirn und dem Rückenmark.

Das Kleinhirn ist beim Hund hochentwickelt und spielt eine wesentliche Rolle bei der Koordination von Bewegungen und der Bewegerkontrolle.

Referenzen

  • Evans HE, de Lahunta A. Millers anatomy of the dog, 4th edition, Elsevier Saunders, St Louis, 2012.

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