Zwerchfell

Diaphragma

Definition

Andréa Lopes da Costa

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Das Zwerchfell ist ein sehr großer, flacher, kuppelförmiger Sehnenplattenmuskel, der die Brusthöhle vollständig von der Bauchhöhle trennt. Von seiner thorakalen Seite aus ist das Zwerchfell stark konvex, während seine abdominale Seite konkav ist.

Ursprung: Lendenwirbel

Insertion: Innenseite der Rippen und des Rippenknorpels sowie dorsale Seite des Schaufelknorpels

Lagebeziehung: Zwischen dem Thorax und dem Bauch

Funktion: Inspiration

Vaskularisation: Aorta, Arteriae und Venae phrenicae, Kaudale Hohlvene, Vena azygos und Vena hemiazygos, Ösophagusgefäße

Innervation: Nervi phrenici

Beschreibung:

Das Zwerchfell entspringt an der ventralen Seite der Lendenwirbel aus zwei – rechten und linken – Sehnen, die mitunter gemeinsam sind, aus denen die entsprechenden Schenkel (Crura) hervorgehen. Von dort aus verlaufen fächerförmig ausstrahlende Muskelbündel, die zum Centrum tendineum zusammenlaufen und in Digitations enden, die an der Innenseite der Rippen, des Rippenknorpels sowie an der dorsalen Fläche des Schaufelknorpels ansetzen.

Dieser Muskel besteht aus einem aponeurotischen Centrum tendineum und Muskelfasern, die in 3 Teile gegliedert werden können:

Er wird zudem von drei Öffnungen durchbrochen, die verschiedenen Strukturen den Durchtritt ermöglichen:

Das Zwerchfell ist am Einatmungsvorgang beteiligt: Wenn es sich kontrahiert, vergrößert sich sein Volumen und erleichtert so den Lufteintritt in die Lungen.

Variation:

Die wesentlichen Unterschiede bestehen zwischen dem Menschen und den Fleischfressern einerseits sowie den Huftieren andererseits.

Beim Menschen und bei Fleischfressern sind die peripheren Muskelfasern breiter, und die beiden Sehnen, die den Pars lumbalis des Zwerchfells einleiten, sind deutlich voneinander getrennt und durch eine dünne Faserplatte miteinander verbunden.

Bei Huftieren sind die Muskelfasern wesentlich dünner, und die beiden Sehnen, die nahezu eine Einheit bilden, sind mit dem Ventralen Längsband verschmolzen.

Je nach Spezies sind die „Crura intermedia" mehr oder weniger deutlich ausgeprägt.

Darüber hinaus ist das Centrum tendineum des Menschen im Vergleich zu dem der Haussäugetiere stark dreilappig gegliedert.

Referenzen

Barone R. Anatomie comparée des mammifères domestiques, Tome 2, Arthrologie et myologie, 4th edition, Vigot, Paris, 2017.

Sisson S, Grossman JD. The anatomy of the domestic animals. 5th ed. Philadelphia: W.B. Saunders; 1975.

Evans HE, de Lahunta A. Miller’s anatomy of the dog, 4th edition, Elsevier Saunders, St Louis, 2012.

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