Normale Computertomografie  des Abdomens und des Beckens der Katze

Normale Computertomografie des Abdomens und des Beckens der Katze

Normale Computertomografie des Abdomens und des Beckens der Katze


Einführung

Dieses vet-Anatomy-Modul präsentiert eine anatomische Übersicht des Abdomens und des Beckens der Katze auf einer Computertomografie.


Die Computertomografie ist heute ein wesentliches Bildgebungsverfahren in der Veterinärmedizin für Katzen, insbesondere für die Beurteilung der Strukturen des Abdomens und Beckens. Bei der Hauskatze (Felis catus) stellen die relativ kleine Größe der inneren Organe, die sich überlagernden anatomischen Merkmale sowie die oftmals nicht spezifische klinische Darstellung von abdominalen Erkrankungen gewisse Herausforderungen für die Diagnose dar, wenn allein herkömmliche Röntgen- oder Ultraschallmethoden verwendet werden. Die Computertomografie vermag viele dieser Beschränkungen zu überwinden, denn sie bietet hochauflösende Querschnittaufnahmen mit ausgezeichnetem Weichgewebekontrast und dreidimensionale Rekonstruktionen; zudem ermöglicht sie das Anfertigen von Aufnahmen ohne Behinderungen durch Darmgas oder die Positionierung des Patienten.


Die Computertomografie spielt eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung einer breiten Palette von intra-abdominalen Erkrankungen bei Katzen, einschließlich Neoplasie, Harnwegserkrankungen, Anomalien von Leber und Milz, Magen-Darm-Verschlusserkrankungen und vaskulären Anomalien. Im Beckenraum erweist sich die Computertomografie als besonders nützlich zur Beurteilung von traumatischen Verletzungen, Beckenfrakturen und Wucherungen am Rektum, im Urogenitaltrakt und an den Lymphknoten. Außerdem ermöglichen Protokolle für die kontrastunterstützte Computertomografie die detaillierte Visualisierung der Organdurchblutung, der Gefäßversorgung der Gefäßversorgung und pathologischer Anreicherungsmuster, wodurch eine spezifischere Diagnose ermöglicht und die Planung von Eingriffen erleichtert wird.


Die Verwendung der Computertomografie bei der präoperativen Planung, der chirurgischen Navigation und der Nachsorge-Bildgebung ermöglicht bessere klinische Entscheidungen und Ergebnisse, insbesondere in komplizierten und nicht eindeutigen Fällen. In dem Maße wie die Computertomografie auf breiterer Basis verfügbar wird und die Protokolle zunehmend vereinheitlicht werden, wird ihr volles Potenzial bei der Diagnose von Anomalien und Erkrankungen im Bauch- und Beckenraum bei Katzen kontinuierlich weiter erforscht. 
 

Material und Methoden

Eine CT-Aufnahme des Abdomens und des Beckens wurde bei einem gesunden kastrierten Kater im Alter von 3 Jahren mit jodhaltigen Kontrastmitteln und unter Verwendung eines Canon-CT-Scanners durchgeführt (Dicke der Schichtbilder: 0,6 mm; Abstand der Schichtbilder: 0,5 mm) von Frau Dr. Susanne AEB Boroffka, Dipl.- ECVDI, PhD (Utrecht, Niederlande).


Die frontalen und sagittalen multiplanaren Rekonstruktionen (MPR) und mittels VR 3D-Volumen-Rendering erstellten Aufnahmen wurden auf der Grundlage desselben CT-DICOM-Datensatzes erstellt. Diese Rekonstruktionen wurden von Antoine Micheau, MD (Radiologe, Montpellier, Frankreich) an einem ADW-Terminal von GE angefertigt.


Die Aufnahmen mit der anatomischen Beschriftung und den anatomischen Definitionen wurden von Antoine Micheau MD (Radiologe - Montpellier, Frankreich) und Denis Hoa, MD (Radiologe - Montpellier, Frankreich), in Zusammenarbeit mit Stephan Mahler, DVM, MA, MSc, PhD (Veterinäranatom - Montpellier, Frankreich) erstellt.

Während des Kennzeichnungsprozesses kam es zu folgenden Feststellungen: 

  • Hodenhochstand, links
  • Vier Sakralwirbel (Katzen haben normalerweise drei Sakralwirbel)

Die anatomischen Strukturen wurden in Anlehnung an die Nomina Anatomica Veterinaria beschriftet und nach Themen zusammengefasst (unter Verwendung der verschiedenen Filter verfügbar):

  • Körperteile
  • Regionen
  • Knochen
    • Rippen
    • Brustbein
    • Wirbelsäule
    • Knochen der Beckengliedmaße
  • Gelenke
  • Muskeln
    • Rückenmuskeln
    • Thoraxmuskeln
    • Bauchmuskeln
    • Perineummuskeln
    • Schwanzmuskeln
    • Muskeln der Beckengliedmaße
  • Atmungsapparat
    • Lungen
    • Brustfell
  • Verdauungsapparat
    • Speiseröhre
    • Magen
    • Dünndarm
    • Dickdarm
    • Leber
    • Lebersegmentierung
    • Gallengang
    • Bauchspeicheldrüse
    • Milz
    • Peritoneum
  • Urogenitalsystem
    • Niere
    • Harnleiter
    • Harnblasen
    • Männliche Harnröhre
    • Männliche Genitalorgane
    • Damm
  • Arterien und Aorta
  • Venen (systemische Venen und hepatisches Portalsystem)
  • Lymphsystem mit Lymphknoten und Lymphgefäßen und -bahnen
  • Rückenmark 

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  • International Committee on Veterinary Gross Anatomical Nomenclature. 2017. Nomina Anatomica Veterinaria. Sixth Edition. Ghent (Belgium).
  • Anatomie comparée des mammifères domestiques: splanchnologie T1, Robert Barone - Vigot
  • Illustrated Veterinary Anatomical Nomenclature 4th edition Gheorghe M. Constantinescu Thieme  ISBN 9783132425170
  • Ruberte J, Sautet J 1998. Atlas d’Anatomie du Chien et du Chat. Barcelone. Multimédica.
  • Done SH, Goody PC, Evans SA, Stickland NC 2009. Color Atlas of Veterinary Anatomy Volume 3: The Dog and Cat. Second Edition. Toronto. Mosby Elsevier.