Gelenkausbuchtung

Recessus articularis

  • Verwandte Bezeichnungen: Artikuläre Bucht; Gelenkbucht

Definition

Antoine Micheau

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Ein Gelenkrezessus ist eine normale anatomische Ausstülpung oder Erweiterung einer Synovialgelenkhöhle, die von der Gelenkkapsel und der Synovialmembran gebildet wird und über die eigentlichen Gelenkflächen hinausreicht. Diese Rezessus sind mit Gelenkflüssigkeit gefüllt und können je nach betroffenem Gelenk in Größe, Form und Lage variieren. Sie finden sich häufig in Gelenken wie den Metakarpophalangealgelenken (MCP-Gelenken), dem Knie sowie den Zygapophysialgelenken (Facettengelenken) und sind in bildgebenden Verfahren wie der MRT, der Sonographie und der Arthrographie darstellbar.

Gelenkrezessus dienen als Reservoire für Gelenkflüssigkeit und können Orte sein, an denen sich Gelenkergüsse ansammeln, was für die Beurteilung von Gelenkpathologien klinisch relevant ist. So stellt beispielsweise der dorsale Rezessus der MCP-Gelenke eine prominente Lokalisation für Flüssigkeitsansammlungen bei entzündlichen oder traumatischen Zuständen dar. Im Knie sind Rezessus wie der suprapatellare und der infrapatellare Rezessus (suprahoffatischer und infrahoffatischer Rezessus) wichtige anatomische Varianten, die bei fehlender Kenntnis mit pathologischen Befunden verwechselt werden können.

Referenzen

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