Gaumen

Palatum

Definition

Muhammad A. Javaid

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Der Gaumen bildet das Dach der Mundhöhle und den Boden der Nasenhöhle und trennt die Mund- und Nasengänge voneinander. Er ist in einen vorderen Harten Gaumen und einen hinteren Weichen Gaumen unterteilt.

Harter Gaumen

Der harte Gaumen bildet die vorderen zwei Drittel und stellt eine starre Plattform für das Kauen, die Sprache und das Schlucken bereit. Er wird vorne durch die Processus palatini der Maxillae und hinten durch die Laminae horizontales der Ossa palatina gebildet. Die Schleimhaut des harten Gaumens ist fest mit der darunterliegenden Äußeren Knochenhaut verwachsen und von mehrschichtigem Plattenepithel ausgekleidet. Entlang der Mittellinie des harten Gaumens verläuft die Gaumennaht, eine schmale Schleimhautleiste, die die Linie der embryologischen Fusion der Gaumenplatten repräsentiert. Vorne endet die Gaumennaht an der Schneidezahnpapille, einer kleinen, rundlichen Schleimhauterhebung, die sich unmittelbar posterior der mittleren Schneidezähne des Oberkiefers befindet und den Canalis incisivus überlagert, durch den der Nervus nasopalatinus und die zugehörigen Gefäße verlaufen.

Zu beiden Seiten des vorderen harten Gaumens befinden sich die Queren Gaumenfalten (Rugae palatinae), unregelmäßige Schleimhautleisten, die bei der Nahrungsmanipulation während des Kauens helfen und zur Tastempfindung in der Mundhöhle beitragen. Zahlreiche kleine muköse Gaumendrüsen sind unterhalb der Gaumenschleimhaut vorhanden, insbesondere im hinteren Bereich.

Weicher Gaumen

Der weiche Gaumen ist eine bewegliche fibromuskuläre Falte, die am Hinteren Rand des harten Gaumens befestigt ist. Er enthält die Sehnenplatte des Gaumens, Skelettmuskeln, muköse Drüsen, Gefäße und Nerven. Sein freier hinterer Rand trägt zentral das Gaumenzäpfchen. Der weiche Gaumen spielt eine wesentliche Rolle beim Schlucken und bei der Phonation, indem er sich hebt, um den Nasenrachen während der Deglutition und der Sprache zu verschließen.

  • Die Muskeln des weichen Gaumens umfassen den Gaumensegelspanner, den Gaumensegelheber, den Gaumen-Zungen-Muskel, den Gaumen-Rachen-Muskel und den Zäpfchenmuskel.

  • Die motorische Innervation erfolgt hauptsächlich über den Plexus pharyngeus, der vom Nervus vagus getragen wird, mit Ausnahme des Gaumensegelspanners, der vom Ramus mandibularis des Drillingsnerven (CN V3) versorgt wird.

  • Die sensible Innervation des Gaumens erfolgt vorwiegend über Äste des Oberkiefernervs (CN V2), einschließlich der Großen und Kleinen Gaumennerven sowie des Nervus nasopalatinus.

  • Die Blutversorgung stammt hauptsächlich aus den Großen und Kleinen Gaumenarterien sowie aus Ästen der Arteria palatina ascendens und der Arteria pharyngea ascendens.

Referenzen

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