Meningohypophysärer Stamm

Truncus meningohypophyselais

Definition

Antoine Micheau

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Der meningohypophysäre Stamm (MHT) entspringt dem proximalen kavernösen Segment der A. carotis interna (ACI) und kann als einzelner Stamm oder als Gefäßbündel abgehen. Die Gefäße des MHT versorgen den Hypophysenhinterlappen sowie Anteile des Klivus, die Hirnnerven III, IV, V und VI, die Hirnanhangdrüse, das Kleinhirnzelt und die angrenzende harte Haut. Ausgedehnte Kollateralbahnen bestehen zum Truncus inferolateralis (ILT), zur A. meningea media (MMA) sowie zum Ramus hypoglossalis der aufsteigenden Rachenarterie.

Die Hauptäste des meningohypophysären Stammes sind:

  • Laterale Tentoriumarterie – verläuft entlang des lateralen Randes des Kleinhirnzeltes und steht im hämodynamischen Gleichgewicht mit den petrosquamösen Ästen der MMA sowie der Hinterhauptsarterie
  • Marginale Tentoriumarterie (auch: Arterie nach Bernasconi-Cassinari) – verläuft entlang des freien Randes des Kleinhirnzeltes
  • Untere Hypophysenarterie, mit folgenden Ästen:
    • Hypophysenäste, die den Hypophysenhinterlappen sowie Anteile des Hypophysenvorderlappens versorgen
    • Unterer Klivusast, der entlang des Dorsum sellae absteigt und dort im hämodynamischen Gleichgewicht mit den aufsteigenden Klivusästen der aufsteigenden Rachenarterie steht
  • Laterale Klivusarterie, mit folgenden Ästen:
    • Äußerer Ast der lateralen Klivusarterie, der entlang des oberen Felsenbeinblutleiters verläuft
    • Innerer Ast der lateralen Klivusarterie, der entlang des unteren Felsenbeinblutleiters verläuft und im hämodynamischen Gleichgewicht mit den Jugularisästen der aufsteigenden Rachenarterie steht

Text adaptiert nach neuroangio.org

Referenzen

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