Oberlid

Palpebra superior

Definition

Antoine Micheau, Muhammad A. Javaid

Automatische Übersetzung

Originaltext anzeigen Automatische Übersetzung anzeigen Stets die Originaldefinition anzeigen

Das Unterlid und das Oberlid sind Weichteilstrukturen, die die Basis der Augenhöhlen im Gesicht bedecken und die Augen im geschlossenen Zustand schützen. Der Raum zwischen Unterlid und Oberlid wird als Augenlidspalte bezeichnet.

Sowohl das Unterlid als auch das Oberlid bestehen aus verschiedenen Weichteilstrukturen bzw. -komponenten. Von vorne nach hinten umfassen diese die Haut, lockeres subkutanes Gewebe, Skelettmuskulatur, die Augenhöhlenscheidewand, den Tarsus und die Konjunktivalmembran:

  • Die Lockerheit des Bindegewebes in der subkutanen Schicht ermöglicht die Ansammlung von Flüssigkeit und die Entstehung von Schwellungen bei Verletzungen und Infektionen.

  • Die Skelettmuskulatur umfasst den Augenlidteil des Augenringmuskels, der auf beiden Seiten durch die medialen und lateralen Lidbändchen verankert ist.

  • Die Augenhöhlenscheidewand ist eine Fortsetzung der äußeren Knochenhaut, die in das Oberlid hinabzieht. Anders als am Unterlid, wo sie an der Lidplatte befestigt ist, setzt sie hier an der Sehne des Oberen Augenlidhebers an, der sie von der darunter liegenden oberen Lidplatte trennt. In den Lidplatten befinden sich zahlreiche talgdrüsenartige Lidplattendrüsen. Deren Verlegung kann zu einer entzündlichen Schwellung der Lidplattendrüsen führen, die als Chalazion bezeichnet wird.

  • Schließlich unterkleidet eine dünne Konjunktivalmembran die hintere Fläche des Unter- und Oberlids und schlägt sich an den unteren und oberen Konjunktivalforni­ces auf die Sklera des Augapfels um.

Gefäßversorgung: Die Blutversorgung des Unter- und Oberlids erfolgt über Äste der Augenarterie, den Ramus angularis der Gesichtsarterie sowie die oberflächliche Schläfenarterie und deren queren Gesichtsarterienast.

Innervation: Die sensible Innervation des Oberlids erfolgt über den ophthalmischen Ast des Drillingsnerven (V1), während die motorische Innervation vom Gesichtsnerv ausgeht. Darüber hinaus innerviert der Augenbewegungsnerv den Oberen Augenlidheber.

Referenzen

  • Drake, R.L., Vogl, A.W. and Mitchell, A.W.M. (2009). ‘Chapter 8: Head and Neck’ in Gray’s anatomy for Students. (2nd ed.) Philadelphia PA 19103-2899: Elsevier, pp. 879-881.

  • Cochran, M.L., Lopez, M.J. and Czyz, C.N. Anatomy, Head and Neck, Eyelid. [Updated 2022 Aug 8]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2022 Jan-. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK482304/

Galerie