Rundes Mutterband

Ligamentum teres uteri

  • Eponyms: Hunter

Definition

Antoine Micheau

Automatische Übersetzung

Die runden Bänder der Gebärmutter (Ligamentum teres uteri) sind zwei abgeflachte Bänder von 10 bis 12 cm Länge, die zwischen den Blättern des breiten Mutterbandes vor und unterhalb der Eileiter verlaufen.

Beidseits am seitlichen Schulterblattwinkel der Gebärmutter entspringend, verläuft dieses Band nach vorn, oben und lateral über die Vasa iliaca externa. Anschließend tritt es durch den inneren Leistenring und verläuft durch den Leistenkanal zur Großen Schamlippe, in der es sich verliert.

Die runden Bänder bestehen hauptsächlich aus Muskelsubstanz, die von der Gebärmutter ausgeht, sowie aus Binde- und lockerem Bindegewebe, daneben aus Blutgefäßen, Lymphgefäßen und Nerven, die in einer Duplikatur des Bauchfells eingeschlossen sind. Diese Duplikatur wird beim Fetus in Form eines röhrenförmigen Fortsatzes auf eine kurze Strecke in den Leistenkanal verlängert. Dieser Fortsatz wird als Nuck-Kanal bezeichnet. Er ist beim Erwachsenen in der Regel obliteriert, bleibt jedoch mitunter auch im höheren Lebensalter durchgängig. Er ist analog zum Saccus vaginalis, der dem Descensus des Hodens vorausgeht.

Referenzen

This definition incorporates text from a public domain edition of Gray's Anatomy (20th U.S. edition of Gray's Anatomy of the Human Body, published in 1918 – from http://www.bartleby.com/107/).