Brustfaszie
Fascia pectoralis
Definition
Die Brustfaszie ist eine dünne plattenförmige Gewebeschicht, die die Oberfläche des Großen Brustmuskels bedeckt und zahlreiche Ausläufer zwischen dessen Faszikel entsendet: Sie ist in der Mittellinie an der Vorderfläche des Brustbeins befestigt; oben am Schlüsselbein; seitlich und unten geht sie in die Faszie der Schulter, der Achsel und des Thorax über.
Sie ist über dem oberen Teil des Großen Brustmuskels sehr dünn, jedoch dicker im Intervall zwischen diesem und dem Breiten Rückenmuskel, wo sie den Achselraum verschließt und die Achselfaszie bildet; sie teilt sich am lateralen Rand des Breiten Rückenmuskels in zwei Schichten, von denen eine vor ihm und die andere hinter ihm verläuft; diese erstrecken sich bis zu den Dornfortsätzen der Brustwirbel, an denen sie befestigt sind.
Wenn die Faszie den unteren Rand des Großen Brustmuskels verlässt, um den Boden der Achselhöhle zu überqueren, entsendet sie eine Schicht nach oben unter den Muskel; diese plattenförmige Gewebeschicht spaltet sich, um den Kleinen Brustmuskel zu umhüllen, an dessen oberem Rand sie mit der Fascia coracoclavicularis in Kontinuität steht.
Die Vertiefung der Achselhöhle, die sichtbar wird, wenn der Oberarm abduziert ist, entsteht hauptsächlich durch den Zug dieser Faszie auf die untere Wand der Achselhöhle, weshalb die plattenförmige Gewebeschicht mitunter als Ligamentum suspensorium axillae bezeichnet wird.
Im unteren Bereich der Thoraxregion ist die tiefe Faszie gut ausgebildet und steht in Kontinuität mit den Sehnenscheiden der Musculi recti abdominis.
Referenzen