Großer Sitzbeineinschnitt

Incisura ischiadica major

Definition

Muhammad A. Javaid

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Der große Sitzbeineinschnitt ist eine große konkave Region, die am hinteren Rand des Darmbeins bzw. des Hüftbeins liegt. Er erstreckt sich vom hinteren unteren Darmbeinstachel bis zum Sitzbeinstachel. Der Sitzbeinstachel trennt den großen Sitzbeineinschnitt oben vom kleinen Sitzbeineinschnitt unten.

Durch das Vorhandensein des Ligamentum sacrospinale und des Ligamentum sacrotuberale in der Membranwand des Beckens wird der große Sitzbeineinschnitt in eine vollständige Öffnung umgewandelt, die als großes Sitzbeinloch bezeichnet wird. Entsprechend wird der kleine Sitzbeineinschnitt ebenfalls zum kleinen Sitzbeinloch.

Der große Sitzbeineinschnitt bzw. das große Sitzbeinloch dient als Durchtrittspforte für mehrere wichtige Strukturen, die von der Beckenhöhle in die Glutealregion ziehen. Zu diesen Strukturen gehören der birnenförmige Muskel, die oberen und unteren Glutealgefäße und -nerven, die Nerven zu den tiefen lateralen Rotatoren des Hüftgelenks (einschließlich des birnenförmigen Muskels, des inneren Hüftlochmuskels, der Musculi gemelli superior et inferior sowie des viereckigen Oberschenkelmuskels), der Nervus ischiadicus, die Nervi pudendi und die zugehörigen Gefäße sowie der hintere Hautast des Oberschenkels.

Referenzen

  • Drake, R.L., Vogl, A.W. and Mitchell, A.W.M. (2009). ‘Chapter 5: Pelvis and Perineum’ in Gray’s anatomy for Students. (2nd ed.) Philadelphia PA 19103-2899: Elsevier, pp.423.

  • Wobser, A.M., Adkins, Z. and Wobser, R.W. Anatomy, Abdomen and Pelvis: Bones (Ilium, Ischium, and Pubis) [Updated 2022 Jul 25]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2023 Jan-. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK519524/

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