Lungenläppchen; Bronchiolen
Bronchioli
Definition
Die primären Bronchien – in jeder Lunge jeweils der linke und der rechte Bronchus – geben sekundäre Bronchien ab. Diese wiederum geben tertiäre Bronchien ab (tertiär bedeutet „dritter").
Die tertiären Bronchien unterteilen sich in die Bronchiolen (respiratorische Bronchiolen). Sie unterscheiden sich histologisch von den tertiären Bronchien dadurch, dass ihre Wände keinen hyalinen Knorpel aufweisen und dass ihre Epithelauskleidung Keulenzellen (Club-Zellen) enthält. Das Epithel beginnt als einschichtiges zilientragendes Zylinderepithel und geht mit abnehmender Größe der Bronchiolen in ein einschichtiges zilientragendes Kuboidalepithel über.
Der Durchmesser der Bronchiolen wird häufig mit weniger als 1 mm angegeben, obwohl dieser Wert tatsächlich zwischen 5 mm und 0,3 mm variieren kann. Wie bereits erwähnt, besitzen diese Bronchiolen keinen hyalinen Knorpel zur Aufrechterhaltung ihrer Offenheit. Stattdessen stützen sie sich auf elastische Fasern, die am umgebenden Lungengewebe befestigt sind. Die innere Auskleidung (Lamina propria) dieser Bronchiolen ist dünn, enthält keine Drüsen und wird von einer Schicht glatter Muskulatur umgeben.
Mit zunehmender Verkleinerung der Bronchiolen teilen sich diese in Terminalbronchiolen auf. Diese Bronchiolen markieren das Ende der Leitungszone, die von der ersten bis zur sechzehnten Teilung des Respirationstrakts reicht. Alveolen treten erst auf, wenn die Leitungszone in die Respirationszone übergeht, die sich von der sechzehnten bis zur dreiundzwanzigsten Teilung des Trakts erstreckt.
Referenzen