Spinalnerv T8

Nervus spinalis T8

  • Verwandte Bezeichnungen: Achter Brustnerv; T8

Definition

Muhammad A. Javaid

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Der achte thorakale Spinalnerv T8 ist ein gemischter Nerv, der sowohl somatisch-efferente (motorische) als auch somatisch-afferente (sensible) Fasern enthält. Er entspringt dem Rückenmark auf Höhe des Spinalsegments T8.

a) Wurzeln

Wie andere Nerven wird der Spinalnerv T8 durch die Vereinigung zweier Wurzeln gebildet:

1. Hintere (dorsale) Wurzel:

  • Diese Wurzel enthält sensible Fasern, die Signale von peripheren Strukturen (innerviert durch den vorderen und hinteren Ast) zum Rückenmark leiten.

  • Diese Fasern treten in das dorsale Hinterhorn des Rückenmarks ein.

2. Vordere (ventrale) Wurzel:

  • Diese Wurzel besteht aus motorischen Fasern, die vom anterioren Vorderhorn des Rückenmarks ausgehen.

  • Diese Fasern übermitteln motorische Befehle über den Spinalnerv und seine Äste an periphere Muskeln.

b) Gemischter Spinalnerv und Äste

Auf Höhe des Zwischenwirbelloches vereinigen sich die vordere und die hintere Wurzel zum Spinalnerv T8. Dieser gemischte Nerv, der sensible und motorische Fasern enthält, tritt durch das Zwischenwirbelloch zwischen dem T8- und dem T9-Wirbel aus. Kurz nach seinem Austritt teilt sich der Nerv in zwei primäre Äste:

1. Vorderer (ventraler) Ast:

  • Dieser Ast verläuft als achter Zwischenrippennerv im Zwischenrippenraum nach ventral entlang der Bauchwand und versorgt die Bauchwand motorisch und sensibel.

  • Er steht über die weißen und grauen Verbindungsäste mit dem Grenzstrang in Verbindung, die präganglionäre und postganglionäre sympathische Fasern führen.

2. Hinterer (dorsaler) Ast:

  • Dieser Ast versorgt die tiefen Muskeln des Rückens motorisch.

  • Er versorgt außerdem die Haut über dem Rücken sensibel.

A. VORDERER AST DES SPINALNERVS T8 (der achte Zwischenrippennerv):

Der Vorderast des Spinalnervs T8, allgemein als achter Zwischenrippennerv bekannt, ist der größere Ast des Spinalnervs T8. Als gemischter Nerv führt er sowohl motorische (somatisch-efferente) als auch sensible (somatisch-afferente) Fasern. Nach dem Austritt aus dem Zwischenwirbelloch verläuft der Nerv nach ventral durch die untere Brustwand und die Bauchwand.

Zunächst verläuft der Nerv in der Rippenfurche der achten Rippe, innerhalb des achten Zwischenrippenraums. Hier bildet er zusammen mit den Zwischenrippenarterien und -venen ein neurovaskuläres Bündel (NVB). Dieses Bündel liegt strategisch zwischen dem Inneren Zwischenrippenmuskel auf seiner oberflächlichen Seite und dem Innersten Zwischenrippenmuskel auf seiner tiefen Seite, während es die Brustwand durchquert.

Wenn der Nerv in die Bauchwand eintritt, verläuft er zwischen dem Inneren schrägen Bauchmuskel auf seiner oberflächlichen Seite und dem Queren Bauchmuskel auf seiner tiefen Seite.

Wesentliche Funktionen und Innervationen

Motorische Innervation (somatisch-efferente Fasern):

Sensible Innervation (somatisch-afferente Fasern):

Während der Vorderast von T8 unter der achten Rippe verläuft – und sich als achter Zwischenrippennerv fortsetzt – versorgt er mehrere Muskeln der Brustwand motorisch, darunter:

1. Muskeln der Brustwand:

Äußerer, innerer und innerster Zwischenrippenmuskel (T1–T11)

Unterschlüsselbeinsmuskel und Querer Brustmuskel

2. Muskeln der Bauchwand:

Der Zwischenrippennerv versorgt außerdem folgende Muskeln der Bauchwand motorisch:

Innerer schräger Bauchmuskel und Querer Bauchmuskel (T7–T12 & L1)

Der Nerv durchbohrt den Inneren schrägen Bauchmuskel, um den darüber liegenden Äußeren schrägen Bauchmuskel zu versorgen (T7–T12).

Nach dem Durchdringen der Rektusscheide am lateralen Rand des Geraden Bauchmuskels verläuft der Zwischenrippennerv medialwärts hinter dem Geraden Bauchmuskel, um diesen zu innervieren (T7–T12).

Die sensiblen Fasern des achten Zwischenrippennervs innervieren die Haut über zwei primäre Hautäste:

1- Seitlicher Hautast:

Der seitliche Ast geht vom achten Zwischenrippennerv ab, während dieser nach ventral entlang der Brustwand in der Rippenfurche der achten Rippe verläuft. Im weiteren Verlauf durch den Zwischenrippenraum unterteilt sich der seitliche Ast in einen vorderen und einen hinteren Ast.

2- Vorderer Hautast:

Der vordere Ast verläuft medialwärts und tritt nahe dem Brustbein zwischen benachbarten Rippenknorpeln als terminaler vorderer Hautast aus. Er teilt sich anschließend in einen medialen und einen lateralen Ast.

Gemeinsam versorgen der seitliche und der vordere Hautast die Haut des T8-Dermatoms sensibel. Dieses Dermatom umfasst das Gebiet unterhalb des Schwertfortsatzes (jedoch noch oberhalb des Bauchnabels).

Über seine kutane Versorgung hinaus versorgt der achte Zwischenrippennerv auch tiefere Strukturen sensibel, darunter die parietalen Schichten des Brustfells und des Bauchfells.

B. HINTERER AST DES SPINALNERVS T8:

Der hintere Ast des Spinalnervs T8 ist der kleinere, dorsale Ast des Spinalnervs T8. Wie die übrigen hinteren Äste der thorakalen Rückenmarksnerven innerviert er die tiefen intrinsischen Muskeln des Rückens sowie die darüber liegende Haut und spielt eine wesentliche Rolle bei der Stabilisierung und Bewegung der Wirbelsäule. Nachdem der Spinalnerv T8 das Zwischenwirbelloch (zwischen dem T8- und dem T9-Wirbel) verlassen hat, zieht sein hinterer Ast durch das Ligamentum intertransversarium und den darüber liegenden Zwischenquerfortsatzmuskel. Er teilt sich in einen lateralen und einen medialen Ast:

Lateraler Ast:

Medialer Ast:

Muskeläste: Diese innervieren:

- Die Muskeln des Aufrichters der Wirbelsäule, insbesondere den Darmbein-Rippenmuskel und den Langen Rückenmuskel.

- Segmentale Muskeln: Dazu gehören die Rippenhebermuskeln.

Hautast: Nach dem Durchbohren des Darmbein-Rippenmuskels und der Fascia thoracolumbalis zieht der laterale Ast zur Haut des Rückens.

Der mediale Ast verläuft posterolateral, bevor er medialwärts entlang des Randes des Musculus multifidus umbiegt. Auf seinem Weg gibt er folgende Äste ab:

Gelenkäste: Diese Äste innervieren die Zwischenwirbelgelenke.

Muskeläste: Diese Äste versorgen die intrinsischen Muskeln des Rückens, darunter:

- Aufrichter der Wirbelsäule: vorwiegend den Dornmuskel, mit einem geringen Anteil am Langen Rückenmuskel.

- Querfortsatz-Dornfortsatz-Muskeln: Dazu gehören der Musculus multifidus, der Halbdornmuskel (insbesondere der Halbdornmuskel der Brustwirbelsäule) sowie die Rotatoren (Rotatoren der Brustwirbelsäule).

- Segmentale Muskeln: Dazu gehören die Zwischendornfortsatzmuskeln und die medialen Anteile der Zwischenquerfortsatzmuskeln.

Hautast: Nach der Innervation des Musculus multifidus durchbohrt der mediale Ast die Fascia thoracolumbalis und die darüber liegenden extrinsischen Rückenmuskeln, um als Hautast zu enden.

C. WEITERE MIT DEM SPINALNERV T8 ASSOZIIERTE STRUKTUREN:

a) Nervus meningeus recurrens (Hirnhautast):

Der Nervus meningeus recurrens (oder Hirnhautast) entspringt entweder dem Spinalnerv T8 oder einem seiner Äste. Dieser kleine Nerv tritt durch das Zwischenwirbelloch erneut in den Wirbelkanal ein und versorgt sensibel:

  • Die Meningen (schützende Hüllen des Rückenmarks),

  • den Anulus fibrosus der Bandscheiben,

  • die Wirbelkörper und die Äußere Knochenhaut,

  • benachbarte Blutgefäße.

b) Sympathische Verbindungen:

Über die weißen und grauen Verbindungsäste steht der Spinalnerv T8 mit dem Grenzstrang in Verbindung. Die weißen Verbindungsäste ermöglichen es präganglionären sympathischen Fasern, den Grenzstrang zu erreichen, während die grauen Verbindungsäste den postganglionären sympathischen Fasern den Weg zu peripheren Zielstrukturen wie Schweißdrüsen und Blutgefäßen ermöglichen.

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ÜBERSICHTSTABELLE

VOM SPINALNERV T8 INNERVIERTE STRUKTUREN

VORDERER AST

HINTERER AST

MOTORISCHE STRUKTUREN

SENSIBLE STRUKTUREN

MOTORISCHE STRUKTUREN

SENSIBLE STRUKTUREN

Äußerer, innerer und innerster Zwischenrippenmuskel, Unterschlüsselbeinsmuskel und Querer Brustmuskel. Innerer schräger Bauchmuskel, Querer Bauchmuskel und Äußerer schräger Bauchmuskel.

Das T8-Dermatom (umfasst die Haut unterhalb des Schwertfortsatzes und oberhalb des Bauchnabels).

Muskeln des Aufrichters der Wirbelsäule (Darmbein-Rippenmuskel, Langer Rückenmuskel, Dornmuskel), Querfortsatz-Dornfortsatz-Muskeln (Musculus multifidus, Halbdornmuskel, Rotatoren), segmentale Muskeln (Zwischendornfortsatzmuskeln, Zwischenquerfortsatzmuskeln, Rippenhebermuskeln).

Zwischenwirbelgelenke zwischen T8- und T9-Wirbel sowie die Haut des Rückens entsprechend dem T8-Dermatom.

Referenzen

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