Becken

Pelvis

Definition

Muhammad A. Javaid

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Das Becken ist der untere Teil des Rumpfes, zwischen dem Bauch und den Oberschenkeln (auch als Beckenregion des Rumpfes bezeichnet).

Das knöcherne Gerüst des Beckens besteht hauptsächlich aus zwei Beckenknochen (Ossa coxae). Dorsal finden sich die Lendenwirbel, die Sakralwirbel sowie das Steißbein. Die Beckenknochen sind ventral an der Schambeinfuge miteinander verbunden, während sie dorsal mit den Lendenwirbeln artikulieren. Zusammen bilden diese Knochen das knöcherne Becken (auch als Beckengerüst bezeichnet).

Der von den beiden Beckenknochen umschlossene Raum wird als Beckenhöhle bezeichnet. Der Raum zwischen den Fossae iliacae beider Beckenknochen (auch als Großes Becken bezeichnet), der oberhalb der Linea terminalis liegt, wird als Teil der Bauchhöhle betrachtet. Die eigentliche Beckenhöhle (auch als Kleines Becken bezeichnet) ist der Raum unterhalb der Linea terminalis. Sie erstreckt sich von der Oberen Öffnung des Beckens (Linea terminalis) oben bis zur Unteren Öffnung des Beckens unten.

Die Beckenhöhle wird mithilfe der Beckenbodenmuskulatur weiter unterteilt in eine „eigentliche Beckenhöhle" und einen „Damm". Die eigentliche Beckenhöhle liegt oberhalb des Beckenbodens und enthält urogenitale Organe, darunter die Harnblase, die Gebärmutter, die Cervix uteri und das Rektum. Der Teil unterhalb des Beckenbodens wird als „Damm" bezeichnet.

Der Damm ist eine rautenförmige Region, die der Unteren Öffnung des Beckens entspricht und in zwei Teildreiecke unterteilt wird, nämlich den Urogenitalbereich (ventral) und das Afterdreieck (dorsal). Die Dreiecke sind durch eine hypothetische Ebene zwischen den beiden Tubera ischiadica voneinander getrennt. Der Urogenitalbereich wird von der Schambeinfuge, den Rami ischiopubici und den Tubera ischiadica begrenzt, während das Afterdreieck von den Tubera ischiadica sowie den Ligamenta sacrotuberalia gebildet wird, die die Tubera ischiadica mit dem Kreuzbein und dem Steißbein dorsal verbinden.

Der Damm beherbergt Schwellkörpergewebe, Dammmuskeln sowie die distalen Fortsetzungen urogenitaler Strukturen. In einer Vertikalebene wird der Damm mithilfe der Dammmembran weiter in einen oberflächlichen und einen tiefen Dammraum unterteilt. Diese Membran ist eine fibröse, dreieckige Struktur, die den Spalt zwischen den Rami ischiopubici ausfüllt und unterhalb des Beckenbodens liegt.

Der Oberflächliche Dammraum liegt inferior der Dammmembran (d. h. zwischen der Membran und der Haut) und enthält Schwellkörpergewebe, einschließlich der Corpora cavernosa und des Corpus spongiosum, sowie die zugehörigen Muskeln, nämlich den Sitzbein-Schwellkörpermuskel (Musculus ischiocavernosus), den Schwellkörpermuskel (Musculus bulbospongiosus) und die Musculi transversi perinei superficiales.

Der Tiefe Dammbeutel liegt oberhalb der Dammmembran (d. h. zwischen der Membran und dem Beckenboden) und enthält Strukturen wie den häutigen Abschnitt der Harnröhre, die Glandulae bulbourethrales, den Musculus sphincter urethrae sowie die Musculi transversi perinei profundi.

Referenzen

  • Drake, R.L., Vogl, A.W. and Mitchell, A.W.M. (2009). ‘Chapter 5: Pelvis’ in Gray’s anatomy for Students. (2nd ed.) Philadelphia PA 19103-2899: Elsevier, pp. 406-420.

  • Szmulowicz, U. (2011) Anatomy and physiology of the pelvic digestive organs, in Posterior Pelvic Floor Abnormalities. Oxford: Elsevier, pp. 140. https://doi.org/10.1016/B978-1-4160-6269-1.00001-8.

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