Subarachnoidalraum

Spatium subarachnoidale

  • Lateinisches Synonym: Spatium subarachnoideum; Spatium leptomeningeum

Definition

Muhammad A. Javaid

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Der Subarachnoidalraum ist der Bereich zwischen der Spinnwebenhaut und der Weichen Haut im zentralen Nervensystem. Er enthält Liquor cerebrospinalis (Liquor) sowie die Blutgefäße des Gehirns, einschließlich des Circulus arteriosus cerebri. In bestimmten Bereichen ist die Spinnwebenhaut weit von der Weichen Haut getrennt, wodurch erweiterte Subarachnoidalräume entstehen, die als Lymphgefäßerweiterungen bzw. Zisternen bezeichnet werden. Wichtige Beispiele für Zisternen sind die Cisterna cerebellomedullaris, die Cisterna pontis und die Cisterna interpeduncularis.

Der Subarachnoidalraum verfügt über ein Netzwerk spinnwebenartiger Bindegewebssepten bzw. Trabekel, die die Spinnwebenhaut mit der darunterliegenden Weichen Haut verbinden. Diese werden als Arachnoidaltrabekel bezeichnet.

Der Subarachnoidalraum umgibt das Gehirn, das Rückenmark, die Bulbi olfactorii sowie die Tractus olfactorii und die Nervi optici, die alle zum zentralen Nervensystem gehören. Dies erklärt, warum die Sehnervenscheibe bei erhöhtem intrakraniellem Druck innerhalb des Schädels und der Schädelhöhle exkaviert erscheinen kann. Der Subarachnoidalraum endet kaudal auf Höhe des Wirbels S2. Der Lumbalsack, der sich zwischen dem Markkegel auf Höhe des Wirbels L1 und dem Wirbel S2 befindet, wird für die Lumbalpunktion genutzt, da es sich um eine sichere Region handelt, die Liquor, jedoch kein Rückenmark enthält. Der Subarachnoidalraum umgibt zudem die Arterien des Gehirns beim Eintritt in das Hirngewebe und erstreckt sich bis auf die Ebene der Arteriolen. Die Spinnwebenhaut und die Harte Hirnhaut verschmelzen mit dem Epineurium der Spinal- und Hirnnerven, wenn diese durch die Foramina im Wirbelkanal oder in der Schädelhöhle austreten, wodurch der Subarachnoidalraum in diesen Bereichen endet.

Die Spinnwebenhaut durchdringt an bestimmten Stellen entlang des Oberen Pfeilblutleiters die innere Schicht der Harten Hirnhaut und bildet dort Öffnungen in den Sinus. Diese Ausstülpungen werden als Arachnoidalzotten oder Arachnoidalgranulationen bezeichnet. Jede Arachnoidalzotte wirkt als Klappe, die den Liquorfluss aus dem Subarachnoidalraum in den duralen Venensinus ermöglicht, jedoch nicht in umgekehrter Richtung.

Referenzen

  • Snell, R.S. (2010). ‘Chapter 16: The ventricular system, the cerebrospinal fluid, and the blood-brain and blood cerebrospinal fluid barriers’, in Clinical Neuroanatomy. (7th ed.) Philadelphia: Wolters Kluwer Health/Lippincott Williams & Wilkins, pp. 457.

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