Rückenmark-Periaquädukt-Fasern
Fibrae spinoperiaquaeductales
- Lateinisches Synonym: Fibrae spinoperiaqueductales
- Verwandte Bezeichnungen: Spinoperiaquäduktale Fasern
Definition
Rückenmark-Periaquädukt-Fasern sind eine Teilmenge von Fasern innerhalb der Rückenmark-Mittelhirn-Fasern, die spezifisch im periaquäduktalen Grau des Mittelhirns enden. Diese Fasern sind daran beteiligt, nozizeptive (Schmerz-)Informationen zum periaquäduktalen Grau zu übermitteln, das eine entscheidende Struktur für die Schmerzmodulation über deszendierende inhibitorische Bahnen darstellt.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Rückenmark-Mittelhirn-Fasern ein übergeordneter Begriff sind, der alle Fasern innerhalb der Bahn umfasst, die in verschiedenen Mittelhirnstrukturen enden, einschließlich des periaquäduktalen Graus, des Nucleus cuneiformis, des Oberen Hügels, des Roten Kerns sowie weiterer genannter Areale. Im Gegensatz dazu bezeichnen Rückenmark-Periaquädukt-Fasern ausschließlich den Anteil der Rückenmark-Mittelhirn-Fasern, der spezifisch auf das periaquäduktale Grau abzielt, und betonen damit dessen Rolle bei der Schmerzmodulation.
Referenzen
Kam, P., & Power, I. (2020). Principles of Physiology for the Anaesthetist (4th ed.). CRC Press. https://doi.org/10.1201/9780429288210
Loyd DR, Murphy AZ. The role of the periaqueductal gray in the modulation of pain in males and females: are the anatomy and physiology really that different? Neural Plast. 2009;2009:462879. doi: 10.1155/2009/462879