Oberflächliche Faszie
Lamina superficialis
- Verwandte Bezeichnungen: Halsfaszie: Oberflächliche Faszie
Definition
Die Halsfaszie (Fascia cervicalis) ist die direkte Fortsetzung der Kopffaszien. Der Begriff „Halsfaszie (Fascia cervicalis)" ist ein Sammelbegriff für die Bindegewebsschichten des Halses, die in verschiedene Schichten unterteilt werden können (wobei die Beschreibung je nach Autor variiert):
- Die oberflächliche Schicht (Lamina superficialis), oder oberflächliche Halsfaszie: Sie erstreckt sich von der Fascia temporalis superficialis, der Ohrspeicheldrüsenfaszie und der Kaumuskelfaszie bis zur Fascia brachii, tief zu den Hautmuskeln. Sie umschließt den Musculus sternocephalicus, den Musculus cleidocephalicus sowie den Musculus trapezius.
- Die tiefe Halsfaszie (Begriff in der 5. NAV nicht aufgeführt) wird in drei verschiedene Schichten unterteilt:
- Die prätracheale Schicht: Sie setzt am Flügel des Atlas, am Musculus longus capitis und an den Musculi scaleni an. In ventralem Verlauf umschließt sie die Luftröhre, den Ösophagus, den Nervus laryngeus recurrens, den Truncus vagosympathicus und die Arteria carotis communis. Kranial setzt sie am Zungenapparat und an der Fascia pharyngobasilaris an, kaudal an den ersten Rippen und am Brustbein.
- Die Karotisscheide (Vagina carotica): Sie ist die laterale Ausweitung der prätrachealen Schicht und stellt eine besondere lockere Faszienkondensat dar, in der die Arteria carotis communis, die Vena jugularis interna, der Ductus thoracicus und der Truncus vagosympathicus verlaufen.
- Die prävertebrale Schicht (Lamina prevertebralis): Mitunter auch als prävertebrale Faszie bezeichnet, ist sie die tiefste Schicht, ventral des Musculus longus colli, dorsal von Ösophagus und Luftröhre gelegen.
Referenzen