Brustbeinmuskel

Musculus sternalis

Definition

Muhammad A. Javaid

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Brustbeinmuskel

Ursprung

Variabel: Oberes Brustbein, Schlüsselbein oder Fascia des Brustschlüsselbeinwarzen-Muskels.

Ansatz

Variabel: Fascia des Großen Brustmuskels, Rektusscheide, Sehnenplatte des Äußeren schrägen Bauchmuskels, untere Rippen und Rippenknorpel.

Arterie

Äste der Inneren Brustkorbarterie.

Innervation

Interkostalnerven, Pektoralnerven

Funktion

Nicht bedeutsam

Der Brustbeinmuskel (auch als Rectus sternalis oder Parasternalis-Muskel bekannt) ist eine seltene anatomische Variante, die in der vorderen Brustwand lokalisiert ist und oberflächlich zum Großen Brustmuskel liegt. Er verläuft typischerweise vertikal parallel zum Brustbein innerhalb der parasternalen Region und kann uni- oder bilateral vorhanden sein.

Anatomische Merkmale

Der Muskel zeigt eine ausgeprägte Variabilität seiner Ansätze:

1. Ursprung

Der Brustbeinmuskel kann vom oberen Brustbein, vom Schlüsselbein oder von der Fascia des Brustschlüsselbeinwarzen-Muskels entspringen.

2. Ansatz

Die unteren Ansätze können die Fascia des Großen Brustmuskels, die Rektusscheide, die Sehnenplatte des Äußeren schrägen Bauchmuskels oder die unteren Rippen und deren Rippenknorpel einschließen.

Neurovaskuläre Versorgung

1. Innervation

Primär über Interkostalnerven, mit gelegentlichem Beitrag der Pektoralnerven.

2. Blutversorgung

Wahrscheinlich aus den Durchbohrenden Ästen der Inneren Brustkorbgefäße stammend.

Funktion

Der Brustbeinmuskel gilt im Allgemeinen als funktionell nicht bedeutsam.

Klinische Relevanz

Der Brustbeinmuskel wird am häufigsten als Zufallsbefund bei der Bildgebung oder bei der Kadaversezierung identifiziert. Seine Bedeutung liegt in seinem Potenzial, pathologische Raumforderungen zu imitieren, insbesondere in der Brustbildgebung (z. B. Mammographie und CT), wo er mit Brusttumoren oder Brustwandläsionen verwechselt werden kann.

Aus chirurgischer Sicht kann er bei Brust- oder Thoraxeingriffen angetroffen werden und gelegentlich als Muskellappen verwendet werden.

Daher ist die Kenntnis dieser Variante sowohl für Radiologen als auch für Chirurgen unerlässlich, um diagnostische Fehler zu vermeiden und eine angemessene klinische Behandlung zu leiten.

Referenzen

  • Raikos A, Paraskevas GK, Tzika M, Faustmann P, Triaridis S, Kordali P, Kitsoulis P, BrandSaberi B. Sternalis muscle: an underestimated anterior chest wall anatomical variant. J Cardiothorac Surg. 2011 May 16;6:73.

  • Smith, J. A., & Patel, R. (2022). Anatomical variations of the brachial plexus in adults. Journal of Clinical Anatomy, 35(4), 215222. https://doi.org/10.1000/jca.2022.045

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