Hand

Manus

Definition

Muhammad A. Javaid

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Die Hand bezeichnet den Teil der oberen Gliedmaße, der distal des Handgelenks liegt. Sie besteht aus drei Unterabschnitten: dem Karpus (Handgelenk), der Mittelhand (Hohlhandfläche oder Handrücken) sowie den Digiti (Fingern).

Knöchernes Gerüst:

A. Der Karpus (Handgelenk) enthält acht Handwurzelknochen, die in zwei Reihen angeordnet sind:

  • Proximale Reihe (von medial nach lateral): Kahnbein, Os lunatum, Dreiecksbein und Os pisiforme.

  • Distale Reihe (von medial nach lateral): Großes Vieleckbein, Kleines Vieleckbein, Kopfbein und Os hamatum.

  • Interkarpale Synovialgelenke bestehen zwischen den Handwurzelknochen.

B. Die proximale Reihe der Handwurzelknochen artikuliert mit dem distalen Ende der Speiche und bildet das Handgelenk (Articulatio radiocarpalis).

C. Die Handwurzelknochen der distalen Reihe artikulieren mit den Mittelhandknochen und bilden karpometakarpale Synovialgelenke.

D. Weitere Gelenke der Finger umfassen die Fingergrundgelenke, die proximalen und distalen Interphalangealgelenke.

Lange Sehnen der extrinsischen Hand -Muskeln:

  • Lange Sehnen der extrinsischen Unterarmmuskeln verlaufen über das Handgelenk und treten auf der palmaren sowie dorsalen Seite in die Hand ein. Diese Sehnen unterstützen das kraftvolle Greifen und werden durch retinakuläre Verdickungen der tiefen Faszie in ihrer Lage gehalten: das Retinaculum flexorum auf der palmaren Seite und das Halteband der Strecker auf der Streckseite des Handgelenks.

  • Auf der palmaren (Beuger-)Seite des Handgelenks bildet das Retinaculum flexorum das Dach des Hohlhandkanals. Mehrere lange Sehnen verlaufen durch diesen Kanal, darunter je vier Sehnen des Oberflächlichen Fingerbeugers und des Tiefen Fingerbeugers sowie eine weitere Sehne des Tiefen Fingerbeugers. Der Mittelarmnerv verläuft ebenfalls durch diesen Kanal und kann komprimiert werden, was das Karpaltunnelsyndrom verursacht, das häufig bei Personen mit repetitiven Handbewegungen, die Beugung und Streckung einschließen, beobachtet wird.

  • Die Tabatière anatomique (anatomische Schnupftabakdose) ist eine wichtige Region auf dem Handrücken des Handgelenks und der Hand. Sie wird lateral durch die langen Sehnen des Langen Daumenspreizers und des Kurzen Daumenstreckermuskels sowie medial durch die Sehne des Langen Daumenstreckermuskels begrenzt. Der Boden der Tabatière wird vom Kahnbein gebildet, das bei Stürzen auf die ausgestreckte Hand häufig frakturiert und zu starken Handgelenkschmerzen führt.

Intrinsische Hand -Muskeln:

  • Im Gegensatz zu den extrinsischen Muskeln sind die intrinsischen Muskeln der Hand auf die Handregion beschränkt und ermöglichen präzise Bewegungen der Finger und des Daumens.

  • Diese Muskeln umfassen:

1. Thenargruppe der Muskeln: ermöglicht Innenrotation (Opposition), Abduktion und Beugung des Daumens im Fingergrundgelenk.

2. Hypothenargruppe der Muskeln: unterstützt Außenrotation (Opposition), Abduktion und Beugung des Kleinfingers im Fingergrundgelenk.

3. Vier wurmförmige Lumbrikales: entspringen den Sehnen des Tiefen Fingerbeugers und inserieren in die Streckmuskelkapuze, während sie von der lateralen Seite jedes Fingers nach dorsal verlaufen. Sie bewirken Beugung in den Fingergrundgelenken und Streckung in den Interphalangealgelenken.

4. Interossei (palmar und dorsal): inserieren in die proximalen Phalangen und die Streckmuskelkapuzen und bewirken Abduktion auf der dorsalen Seite sowie Adduktion auf der palmaren Seite der Finger. Sie erzeugen außerdem Beugung in den Fingergrundgelenken und Streckung in den Interphalangealgelenken.

5. Muskel Daumenanzieher: verantwortlich für die Adduktion des Daumens.

6. Kurzer Hohlhandmuskel: verbessert den Griff.

Innervation:

  • Alle intrinsischen Handmuskeln werden vom Ellennerv innerviert, mit Ausnahme der Thenarmuskeln und der lateralen zwei Lumbrikales (3. und 4.), die vom Mittelarmnerv innerviert werden.

  • Die sensible Innervation der Handhaut wird durch kutane Äste des Mittelarmnerves (laterale dreieinhalb Finger und angrenzende Hohlhandfläche), des Ellennervs (mediale eineinhalb Finger und angrenzende Hohlhandfläche) sowie des Speichennervs (Handrücken) gewährleistet.

Gefäßversorgung:

  • Die arterielle Blutversorgung der Hand erfolgt durch die Speichenarterie und die Arteria ulnaris, die über oberflächliche und tiefe Hohlhandbögen miteinander verbunden sind. Diese Äste geben die Arteriae digitales palmares communes und die Arteriae digitales palmares propriae für die Finger ab. Darüber hinaus bildet die Speichenarterie auf dem Handrücken ein Rückseitiges Karpalnetz.

  • Tiefe Venen verlaufen parallel zu den Arterien.

  • Auf dem Handrücken ist ein oberflächlicher Venenbogen vorhanden, der sich in eine Basilarvene auf der äußeren Seite und eine Kopfvene auf der inneren Seite der Hand aufzweigt.

Referenzen

  • Drake, R.L., Vogl, A.W. and Mitchell, A.W.M. (2009). ‘Chapter 7: Upper Limb’ in Gray’s anatomy for Students. (2nd ed.) Philadelphia PA 19103-2899: Elsevier, pp. 751-774.

  • Dawson-Amoah, K. and Varacallo, M. Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Hand Intrinsic Muscles. [Updated 2022 Jul 25]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2022 Jan-. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK539810/

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