Hüfte

Coxa

Definition

Muhammad A. Javaid

Automatische Übersetzung

Originaltext anzeigen Automatische Übersetzung anzeigen Stets die Originaldefinition anzeigen

Die Hüfte (bzw. das Hüftgelenk) liegt lateral zur Gesäßregion (bzw. den Gesäßbacken).

Knöchernes Gerüst:

Die zugrunde liegende knöcherne Struktur besteht aus der Artikulation zwischen dem Hüftkopf und dem Pfannenboden des Hüftbeins. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk und damit ein Synovialgelenk, das ein breites Bewegungsspektrum ermöglicht, einschließlich Beugung, Streckung, Adduktion, Abduktion, Zirkumduktion sowie Innen- und Außenkreiselung der unteren Gliedmaße.

Kapsel, Bänder und Gefäßversorgung:

  • Ein Faserknorpelring, die Hüftgelenkslippe, gewährleistet die Stabilität des Gelenks, indem er an den Rändern der Hüftpfanne befestigt ist und die Gelenkpfanne vertieft.

  • Eine fibröse Kapsel ist an den Rändern der Hüftpfanne sowie am distalen Teil des Schenkelhalses befestigt, wobei der größte Teil des Schenkelhalses innerhalb der Gelenkhöhle liegt. Sie wird zusätzlich durch drei umgebende Bänder von außen verstärkt: das Ligamentum iliofemorale, das Ligamentum ischiofemorale und das Ligamentum pubofemorale.

  • Das Ligamentum capitis femoris ist an einem Ende am Hüftkopf und am anderen Ende am Pfanneneinschnitt befestigt. Ein Ast der Arteria obturatoria tritt durch den Pfanneneinschnitt und verläuft durch das Ligamentum capitis femoris, um den Hüftkopf mit Blut zu versorgen. Eine Fraktur des Schenkelhalses kann zur avaskulären Nekrose des Hüftkopfes führen.

  • Die Gefäßversorgung des Hüftgelenks erfolgt auch über Äste der Arteria circumflexa femoris medialis und lateralis, die Äste der Arteria profunda femoris (auch als tiefe Oberschenkelarterie bezeichnet) sind.

Muskulatur:

Die Muskeln der Hüfte umfassen die tiefen und oberflächlichen Gesäßmuskeln:

  • Die tiefen Muskeln der Gesäßregion entspringen am Hüftbein und am Kreuzbein, verlaufen lateral hinter dem Hüftgelenk und setzen am Großen Rollhügel des Oberschenkelknochens an, wodurch eine Außenkreiselung des Hüftgelenks bewirkt wird.

  • Die oberflächlichen Muskeln der Gesäßregion erstrecken sich ebenfalls lateral und bedecken die Hüfte von hinten. Sie setzen am Oberschenkelknochen (Großer Rollhügel und Schaft) sowie am Iliotibialtrakt an und ermöglichen verschiedene Bewegungen der Hüfte.

Osteoarthritis der Hüfte tritt mit zunehmendem Alter auf, wobei der Knorpel auf den artikulierenden Gelenkflächen durch altersbedingte „Abnutzung" abgetragen wird, den darunterliegenden Knochen freilegt und dadurch Schmerzen verursacht.

Eine Hüft-luxation ist aufgrund der Stabilität des Gelenks selten; ein traumatisches Ereignis kann jedoch den Hüftkopf nach dorsal luxieren und den Nervus ischiadicus schädigen.

Referenzen

  • Drake, R.L., Vogl, A.W. and Mitchell, A.W.M. (2009). ‘Chapter 6: Lower Limb’ in Gray’s anatomy for Students. (2nd ed.) Philadelphia PA 19103-2899: Elsevier, pp.532-547.

  • Barney, J., Piuzzi, N.S. and Akhondi, H. Femoral Head Avascular Necrosis. [Updated 2022 Jul 4]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2023 Jan-. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK546658/

  • Masiewicz, S., Mabrouk, A. and Johnson, D.E. Posterior Hip Dislocation. [Updated 2022 Sep 25]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2023 Jan-. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459319/

Galerie