Kreuzbein

Os sacrum

  • Lateinisches Synonym: Os sacrale
  • Verwandte Bezeichnungen: Kreuzbein [vertebrae sacrales I - V]

Definition

Antoine Micheau

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Das Kreuzbein ist ein großer, dreieckiger Knochen, der im unteren Teil der Wirbelsäule sowie im oberen und hinteren Bereich der Beckenhöhle liegt, wo er wie ein Keil zwischen die beiden Hüftknochen eingefügt ist.

Das Kreuzbein entsteht durch die Verschmelzung von fünf Kreuzbeinwirbeln (S1–S5).

Sein oberer Teil, die Basis, artikuliert mit dem letzten Lendenwirbel, seine Spitze mit dem Steißbein. Es ist in sich selbst gekrümmt und sehr schräg gestellt, wobei die Basis nach vorne vorspringt und bei der Artikulation mit dem letzten Lendenwirbel den markanten sakrovertrebralen Winkel bildet; sein Zentralteil ist nach hinten projiziert, um die Kapazität der Beckenhöhle zu vergrößern.

Das Kreuzbein weist mehrere wichtige anatomische Merkmale auf:

1. Kreuzbeinkanal: Dieser Kanal verläuft durch das Zentrum des Kreuzbeins und ist eine Fortsetzung des Wirbelkanals. Er beherbergt die Kreuzbeinnerven.

2. Kreuzbeinlöcher: Es gibt vier Paare vorderer und hinterer Kreuzbeinlöcher auf jeder Seite, die den Durchtritt der Kreuzbeinnerven und Blutgefäße ermöglichen.

3. Promontorium: Der nach vorne vorspringende Rand des ersten Kreuzbeinwirbels (S1), der einen Teil der Beckeneingangsebene bildet.

4. Alae: Die seitlichen Flügel des Kreuzbeins, die mit dem Darmbein des Beckens artikulieren und die Articulationes sacroiliacae bilden.

5. Mediane Kreuzbeinleiste: Eine Leiste, die durch die verschmolzenen Processus spinosi der Kreuzbeinwirbel gebildet wird und auf der hinteren Fläche liegt.

6. Zwischen- und laterale Kreuzbeinleisten: Diese werden durch die Verschmelzung der Processus articulares bzw. der Processus transversi gebildet und verlaufen parallel zur medianen Kreuzbeinleiste.

7. Kreuzbeinöffnung: Eine Öffnung am unteren Ende des Kreuzbeinkanals, die dadurch entsteht, dass die Laminae des fünften Kreuzbeinwirbels in der Mittellinie nicht zusammentreffen.

Das Kreuzbein spielt eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Beckens und der Unterstützung des Körpergewichts des Oberkörpers. Es dient zudem als Ansatzpunkt für verschiedene Bänder und Muskeln und trägt so zur Stabilität und Beweglichkeit des Beckens und des unteren Rückens bei.

Referenzen

Gray's Anatomy (20th U.S. edition of Gray's Anatomy of the Human Body, published in 1918 – from http://www.bartleby.com/107/).

Best Practices for Dorsal Root Ganglion Stimulation for Chronic Pain: Guidelines From the American Society of Pain and Neuroscience.Chapman KB, Sayed D, Lamer T, et al.Journal of Pain Research. 2023;16:839-879. doi:10.2147/JPR.S364370.

The Human Sacrum and Safe Approaches for Screw Placement.Arman C, Naderi S, Kiray A, et al.Journal of Clinical Neuroscience : Official Journal of the Neurosurgical Society of Australasia. 2009;16(8):1046-9. doi:10.1016/j.jocn.2008.07.081.

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